Die Ecole 42 aus Lausanne hat ein Institut für Cybersicherheit gegründet. Dieses soll nicht nur den hauseigenen Lernenden offenstehen, sondern auch Studierenden oder Absolventen anderer Bildungseinrichtungen. Laut Schulleiter Christophe Wagnière werden die künftigen Teilnehmenden mittels praktischer Tests ausgewählt. Geplant sind Hackathons und Capture-The-Flag-Wettbewerbe, bei denen Objekte in absichtlich verletzlichen Systemen gefunden werden müssen. Dies berichtet das
'ICT-Journal'.
Die Schule beschäftigt keine Dozenten oder Professorinnen, die Ausbildung basiert auf neuen Lernmethoden, die auf gemeinsames Lernen und den Austausch zwischen Schülerinnen und Schülern setzen. Die Teilnahme ist gratis und steht allen Interessierten ab 18 Jahren offen. Allerdings müssen diese zuerst ein "piscine" absolvieren, einen einmonatigen Testpool. Danach wird etwa ein Drittel für die Schule ausgewählt.
Die private Informatikschule
wurde im Oktober 2021 eröffnet. Sie basiert auf dem Prinzip der Ecole 42, deren erste Abteilung 2013 in Paris eröffnet und die von Salt-Besitzer Xavier Niel zusammen mit Partnern gegründet wurde. Weitere Ableger gibt es unter anderem im Silicon Valley, in Tokyo, Rio de Janeiro, Quebec, Madrid und Lissabon.
Am Lausanner Ableger soll nun auch ein Netzwerk von Cybersecurity-Talenten aufgebaut werden, damit diese von Firmen und Organisationen einfacher gefunden werden. Zu diesem Zweck werden sich die Studierenden und Praktikanten des neuen Cyber-Security-Instituts einmal pro Woche treffen, um gemeinsam zu arbeiten und sich über ihre Praktiken auszutauschen.