Liechtensteiner Landes­polizei von Xplain-Angriff betroffen

13. Juni 2023 um 15:07
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Foto: Landespolizei Fürstentum Liechtenstein

Über ihren IT-Dienstleister sind der liechten­steinischen Landes­polizei Daten abhandengekommen. Falldaten sollen im schlimmsten Fall aber nur in Einzelfällen betroffen sein.

Auch die Liechtensteiner Landespolizei ist von einem Ransomware-Angriff auf den Schweizer IT-Dienstleister Xplain betroffen. Bei den gestohlenen Daten handelt es sich gemäss der Polizei aber nur um Projektinformationen. Falldaten seien schlimmstenfalls in Einzelfällen betroffen.
Personen- und Falldaten seien bei der Berner Software-Firma Xplain nicht hinterlegt, teilte die Landespolizei am Dienstag mit. Dennoch könnten vom Hackerangriff vereinzelt operative Daten betroffen sein, etwa solche aus Fehlerprotokollen.
Nach der Information über den Vorfall durch Xplain habe die Landespolizei die Regierung informiert, so die Mitteilung. Zudem habe sie notwendige Massnahmen zum Schutz ihrer Systeme ergriffen.
Die liechtensteinische Landespolizei arbeitet seit 20 Jahren mit Xplain zusammen. Das Unternehmen liefert Fachapplikationen, Software-Entwicklung sowie Support.
Der Ransomware-Angriff auf Xplain wurde Ende Mai bekannt. Anfang Juni wurden Daten im Darknet publiziert. Seither werden immer mehr Einzelheiten und mögliche Betroffene bekannt. Darunter befinden sich verschiedene Schweizer Behörden, wie das Bundesamt für Polizei (Fedpol), das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit sowie verschiedene Kantonspolizeien.
Xplain hat das Nationale Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) des Bundes über den Cybervorfall informiert und bei der Kantonspolizei Bern Strafanzeige erstattet. Die Firma arbeitet mit Cybersicherheitsexperten und den Behörden zusammen, um den Vorfall zu untersuchen.

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