Luzern schafft Koordinationsstelle für Open Government Data

5. Juni 2024 um 08:51
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Foto: Silvan Arnet / Unsplash

Der Kanton will den Einsatz von öffentlich nutzbaren Verwaltungs­daten vorantreiben. Dazu sind zwei zusätzliche Stellen vorgesehen.

Der Luzerner Regierungsrat hat ein neues Gremium ins Leben gerufen, um die Erstellung und Publikation von Open Government Data (OGD) voran­zu­treiben. Zu den öffentlich verfügbaren Informationen zählen etwa Geo-, Verkehrs-, Umwelt-, Finanz- oder statistische Daten. Ihre breite Verfügbarkeit soll den digitalen Wandel der Wirtschaft und Gesellschaft unterstützen und den Standort Luzern insgesamt stärken, heisst es in einer Mitteilung.
Aktuell bietet der Kanton auf der OGD-Plattform des Bundes rund 500 Datensätze an. Mit Blick auf die Erschliessung weiterer Datensätze hat der Regierungsrat eine dreiköpfige Koordinationsstelle Open Government Data eingesetzt. Sie besteht aus Vertretungen der Statistik Luzern (Lustat), der Abteilung Geoinformation im Bau-, Umwelt- und dem Wirtschafts­de­par­te­ment sowie der Information-Governance-Koordination in der Staatskanzlei.
Die neue Stelle hat den Auftrag, eine OGD-Strategie zu erarbeiten, die nötigen Rechtsgrundlagen zu schaffen, die Dienststellen bei der Identifikation, Auf­be­reitung und Veröffentlichung geeigneter Daten zu unterstützen und die Koordination mit den verschiedenen Staatsebenen und Stakeholdern sicher­zu­stellen. Für diese Aufgaben sind zwei zusätzliche Stellen vorgesehen. Das neue Gremium soll Anfang 2025 an den Start gehen.
Der Luzerner Vorstoss stehe im Kontext weiterer Vorhaben auf Bundes- wie auf kantonaler Ebene, schreibt der Kanton. So soll die Strategie an die Bundes­strategie "Digitale Verwaltung Schweiz 2024-2027" und an die Data-Governance-Projekte der Bundesverwaltung anschliessen. Auf kantonaler Ebene ist sie Teil des Programms "Luzern Connect", das die Strategie zur Gestaltung des digitalen Wandels in der öffentlichen Verwaltung umsetzt.
Bei Open Government Data stellen Behörden ihre offenen Datensätze unentgeltlich zur Verfügung, um wirtschaftliche Innovationen zu fördern und die Beziehungen zwischen Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft zu er­leichtern. "Sie lösen damit neben öffentlichen Erwartungen auch par­la­men­tarische Forderungen ein", schreibt der Kanton.

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