M365 ist in der Bundesverwaltung ausgerollt

18. Dezember 2025 um 10:27
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Foto: Parlamentsdienste Bern / Anna Wortmann

Die Einführung von M365 in der Bundesverwaltung ist planmässig Mitte Dezember abgeschlossen worden. Auf rund 54'000 PCs wird mit der Office-Software gearbeitet.

Das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) hat den Rollout von Microsoft 365 bei der Bundesverwaltung abgeschlossen. Wie der Bund mitteilt, ist die Software jetzt auf rund 54'000 Arbeitsplätzen installiert.
Die Umstellung von der lokal installierten Office-Software auf die Cloud-Lösung M365 hat im Oktober 2024 begonnen. Im Herbst dieses Jahres seien als letzte Verwaltungseinheiten das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) und der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (Edöb) migriert worden, so die Mitteilung.
Bereits Ende August habe der Rollout beim Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) abgeschlossen werden können, heisst es weiter. Das EDA zeichnete auch für die Einführung von M365 bei den rund 160 Schweizer Vertretungen im Ausland verantwortlich.

Dokumente bekommen Label

Die Bedenken hinsichtlich Datenschutzes von sensitiven Dokumenten adressiert der Bund mit organisatorischen und technischen Schutzmassnahmen, wie er erklärt. So dürften Mitarbeitende keine besonders schützenswerten Daten und keine vertraulichen Dokumente in der Microsoft-Cloud speichern.
Die Sortierung von Daten geschieht laut dem Bund mithilfe eines eigens eingeführten Labelings: Jedes Dokument müsse mit einem Label versehen werden. Als sensitiv gelabelte Dokumente können nicht in der Cloud gespeichert werden und bleiben lokal in den Rechenzentren des Bundes gespeichert.

Open-Source-Alternative wird geprüft

Der Bund will nach eigenen Angaben mittelfristig die Abhängigkeit von Microsoft reduzieren und die digitale Souveränität der Bundesverwaltung erhöhen. Dafür habe die Bundeskanzlei Anfang Jahr eine Machbarkeitsstudie "Büroautomation durch Einsatz von Open Source Software" lanciert.
Die Studie soll laut der Bundeskanzlei den Weg bereiten für eine Büroautomationsumgebung mit Open Source Software. Geprüft wird einerseits ein Notfallersatz bei einem Ausfall von Microsoft 365 und andererseits Anwendungen für die sichere Bearbeitung von Dokumenten mit schützenswerten Inhalten. Resultate und daraus abgeleitete Empfehlungen sind für Mitte 2026 zu erwarten.

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