Der Schweizer Hostinganbieter Webland —
seit 2022 Teil der schwedischen Miss Group — ist seit einer Woche von einem massiven Ausfall betroffen. Am Abend des 19. Novembers meldete Webland einen "Systemausfall". In der Nacht des 20. Novembers wurde eine Hardware-Komponente als Fehlerursache identifiziert, ein Techniker rückte ins Rechenzentrum aus. Eine geplante Migration auf neue Infrastruktur wurde begonnen — später aber wieder abgebrochen. Stattdessen wurde ein Disaster Recovery eingeleitet. Am 24. November kam es dann zu einem weiteren Speicher-Cluster-Ausfall und damit zusammenhängende Unterbrechungen von E-Mail- und Datenbankdiensten.
Auch wenn Webland zwischenzeitlich die Erreichbarkeit einzelner Dienste teilweise wiederherstellte, gab es weiterhin Leistungseinbrüche, Verzögerungen (zum Beispiel bei E-Mails) und Unterbrechungen bestimmter Dienste. Laut Nutzermeldungen über Plattformen wie Trustpilot und Google waren viele Kunden über Tage praktisch vollständig offline. Einigen Berichten zufolge war die Hotline von Webland ebenfalls nicht erreichbar.
Stand heute: Der Vorfall wird auf der Statusseite weiterhin als "unresolved" geführt. Auf Anfrage äusserte sich Jannik Nägeli von Webland: "Wir wissen, wie belastend der anhaltende Ausfall für unsere Kunden ist, und wir setzen alles daran, die Situation schnellstmöglich zu normalisieren. Dieser Prozess erfordert Sorgfalt und Präzision, um die Integrität der Daten zu gewährleisten." Laut Nägeli könnte die Firma aktuell keine verlässliche Aussage zur voraussichtlichen Dauer der vollständigen Wiederherstellung machen.