Um über 20% haben die Meta-Papiere vergangene Woche nachgegeben. Und auch zum Wochenauftakt bleibt die Aktie bei einem Wert von unter 100 US-Dollar, einem Jahrestief. Zum Vergleich: Vergangenen Sommer wurden die Papiere zu über 350 Dollar gehandelt. Entsprechend ist auch der Marktwert des Konzerns um Milliarden von Dollar geschrumpft. Mit einer Marktkapitalisierung von deutlich unter 300 Milliarden Dollar gehört der Konzern nicht mehr zu den Top-20 der wertvollsten Unternehmen.
Per Ende September 2022 hat Meta zum zweiten Mal in Folge einen rückläufigen Quartalsumsatz ausgewiesen. Die Einnahmen gingen um 4% auf 27,71 Milliarden Dollar zurück. Die Abteilung Reality Labs, in der sich alles um das neue Thema Mixed Reality dreht, verzeichnete allein im dritten Quartal einen Verlust von 3,67 Milliarden Dollar, bei einem Umsatz von 285 Millionen Dollar.
Im "Land der Exzesse"
Meta will, deshalb auch der Namenswechsel, zum grossen Player in einer neuen virtuellen Realität werden, in der sich Endkunden wie auch Unternehmen tummeln sollen. In sein Metaverse
investiert der Konzern heftig. Noch aber scheinen die Investoren nicht vom Erfolg überzeugt. Ein Meta-Investor forderte Mark Zuckerberg und den Vorstand in einem offenen Brief auf, die Investitionen in das Metaverse zurückzufahren und stattdessen in den Bereich KI zu investieren. Ausserdem sei es an der Zeit, Personal abzubauen. Meta sei in "das Land des Exzesses abgedriftet",
fügt er gemäss 'BBC' an. Es mangle an Fokus und Fitness.
"Auch wenn wir uns kurzfristig Herausforderungen im Wachstum gegenübersehen, so haben wir eine gute Basis zu einem stärkeren Umsatzwachstum zurückzukehren", erklärte Zuckerberg während einer Analysten-Konferenz.
Auch unter Analysten gibt es kritische Stimmen für die Pläne von Meta. Facebook sei ein innovativer Konzern gewesen, sagt etwa Analystin Debra Aho Williamson gemäss 'BBC'. Meta müsse sein Kerngeschäft reparieren, anstatt alle Priorität auf das Metaverse zu legen, so Williamson.