Meteoschweiz braucht viel Data-Know-how

25. November 2022 um 11:01
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Foto: Campaign Creators / Unsplash

Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie will seine IT-Architektur umstellen und sucht dafür externe IT-Fachleute.

Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie will dringend ihr Datenmanagement auffrischen. Im Zuge schnell anwachsender Datenmengen benötigt Meteoschweiz eine neue, hybride IT-Architektur – sowohl mit On-Premises-Lösungen als auch mit Services in einer Public Cloud. Um die aktuelle Architektur zu überarbeiten, braucht es Personal – und zwar eine ganze Menge.

Datenverarbeitung modernisieren

Konkret geht es darum, den eigenen Workflow der Datenverarbeitung zu modernisieren. Meteoschweiz sucht in einer Ausschreibung qualifizierte IT-Fachkräfte, die sich dementsprechend um den Datentransport, die Datentransformation und -integration, die Datenspeicherung und übergreifend um die Projektleitung kümmern.
Die Ausschreibung ist folglich in 4 Lose unterteilt: Die Lose 1 bis 3 umfassen die Teilschritte des Datenverarbeitungs-Workflows von Meteoschweiz. Los 4 umfasst die gesamte Projektleitung.
Insgesamt geht Meteoschweiz von einem Bedarf von 149'400 Stunden über 5 Jahre aus. Rechnet man mit einem Stundensatz von 150 bis 200 Franken, würde das einem maximalen Volumen von rund 22 bis 30 Millionen Franken entsprechen. In der Ausschreibung wird betont, dass die Leistungen rein optional und ohne Grundauftrag ausgeschrieben werden.

Know-how für Datentransport und -transformation

Das erste Los betrifft Leistungen, die mit dem Datentransport von meteorologischen und klimatologischen Daten zusammenhängen. Das Bundesamt sucht hierfür Expertise in den Bereichen Business Analyse und Requirements Engineering, IT-Architektur, Software- und Lösungsarchtitektur sowie Softwareentwicklung. Diese kümmern sich unter anderem um die Migration auf eine existierende Infrastruktur basierend auf Kafka und S3-Object-Store, die Migration in hybride Cloud-Dienste, den Aufbau eines Security-Konzeptes sowie von Repositories für Metadaten.
Bei der Datentransformation und -integration im zweiten Los geht es unter anderem darum, die ETL-Funktionalitäten zu erneuern und die Business-Logik und die Datenspeicherung zu trennen. Auch hier braucht Meteoschweiz wieder eine Handvoll IT-Spezialistinnen und -Spezialisten: in den Bereichen Business Analyse und Requirements Engineering, IT-Architektur, Software- und Lösungsarchitektur, Softwareentwicklung und System Engineering.

Erster Schritt in Richtung Cloud

Meteoschweiz will nun auch einen ersten Schritt in Richtung Cloud wagen. Konkret: Die Daten müssen On-Premises über verschiedene geografisch verteilte Lokationen oder in einer Multi-Cloud-Infrastruktur abgespeichert sein. Auch hierfür sucht Meteoschweiz entsprechende Fachleute in den Bereichen Business-Analyse, Datenmanagement, Cloud und GIS-Systeme.
Im Los 4 geht es um die übergreifende Projektleitung und das Projektmanagement über alle Lose hinweg. Die Projektleiter beraten die Fachbereiche im Rahmen der einzelnen Projekte und unterstützen diese aktiv. Ausserdem entscheidet sie über Inhalte, Budget und Ressourcen. Das IT-Umfeld muss der Projektleitung bekannt sein – insbesondere im Bereich der digitalen Evolution von Systemen und Systemlandschaften. Auch im letzten Los braucht es IT-Know-how im Bereich der Business Analyse.

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