Microsoft hat an seiner Entwicklerkonferenz Build in Seattle zahlreiche Neuigkeiten präsentiert. So hat der Softwarekonzern etwa angekündigt, dass er sich eine Zukunft vorstellt, in der KI-Agenten mit anderen KI-Agenten zusammenarbeiten und sich besser an ihre Interaktionen erinnern.
Ebenfalls angekündigt wurde, dass die KI-Modelle von Elon Musks xAI in die Cloud-Plattform integriert werden. Der Chatbot Grok soll künftig über Azure AI Foundry verfügbar sein, teilte der Konzern mit. Die Azure AI Foundry ist eine Plattform, über die Entwickler auf verschiedene KI-Modelle zugreifen können, darunter auch solche von Deepseek, Mistral oder Meta.
Microsoft-CEO Satya Nadella betonte in seiner Keynote, wie wichtig es sei, dass die Foundry viele Wahlmöglichkeiten biete. Dabei ist die Integration von Grok nicht ganz unumstritten. Der Chatbot hatte erst kürzlich eine Kontroverse ausgelöst, weil er mit unbewiesener rechter Propaganda antwortete.
Die Antworten erregten besonderes Aufsehen, da sie Verschwörungstheorien widerspiegelten. Das KI-Unternehmen verwies im Nachgang auf "nicht autorisierte Änderungen" an der KI, die zu Antworten geführt hätten, die "gegen die internen Richtlinien und Grundwerte von xAI" verstossen.
Nähere Angaben dazu, wer diese Code-Änderungen vorgenommen hatte, machte das Unternehmen aber nicht.
Copilot wird zum Agenten
Bei der Keynote von Nadella standen neben der Azure AI Foundry auch anpassbare KI-Agenten im Mittelpunkt. "KI verändert grundlegend die Art und Weise, wie Code geschrieben, bereitgestellt und gepflegt wird", hiess es von Microsoft. So wurde am Event bekanntgegeben, dass der Github Copilot von einem reinen Assistenten zu einem Agenten weiterentwickelt wird.
Github Copilot entwickle sich zu einem einzigartigen asynchronen Coding Agent, versprach Microsoft. Dazu wurden die Github-Modelle um ein Prompt-Management, einfache Auswertungen und Unternehmenssteuerungen ergänzt, damit Entwicklerinnen und Entwickler mit den Modellen experimentieren können, ohne dabei Github verlassen zu müssen.
Mit Copilot Tuning sollen die Unternehmen auch eigene Daten in KI-Assistenten einfliessen lassen können. Damit lässt sich der Assistent dann direkt an die jeweilige Firma anpassen, wie Microsoft-Chef Nadella während seiner Keynote erklärte. Alternativ können die Kunden die Daten auch nutzen, um eigene KI-Agenten zu erstellen.
WSL wird Open Source
Ebenfalls präsentiert wurde eine Open-Source-Version für das Windows Subsystem for Linux (WSL). Damit können Entwicklerinnen und Entwickler sich den Code herunterladen und selbst Änderungen vornehmen. Das ganze Repository dazu findet sich
auf Github."Wir haben gesehen, wie viel die Community zu WSL beigetragen hat, obwohl sie keinen Zugriff auf den Quellcode hatte. Wir sind gespannt, wie sich WSL entwickeln wird, jetzt, wo die Community direkt am Quellcode arbeiten kann", schreibt Microsoft in einer Mitteilung zum Release.
(Mit Material von Keystone-SDA)