Microsoft-Outage: DDoS-Schutz hat falsch reagiert

31. Juli 2024 um 12:03
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Foto: zVg

Es gab eine DDoS-Attacke, aber die war nicht der Grund für die gestrigen Ausfälle von Cloud-Services.

Am gestrigen 30. Juli hatte Microsoft mehrere Stunden lang mit technischen Problemen in seiner Cloud-Plattform zu kämpfen, die zu Ausfällen bei den Azure- und M365-Services führten. Weltweit konnten manche Kunden ihre Services nicht oder nur eingeschränkt nutzen.
Nun hat Microsoft bereits erste vorläufige Ergebnisse seiner laufenden Untersuchung des Ereignisses veröffentlicht. Demnach hat ein unerwarteter Anstieg der Auslastung zu Fehlern, Timeouts und hohen Latenzzeiten geführt. Der erste Auslöser sei ein DDoS-Angriff auf Microsofts Cloud-Services gewesen. Allerdings habe nicht dieser die längeren Ausfälle verursacht. Der Angriff habe die DDoS-Schutzmechanismen ausgelöst. Aufgrund eines "Fehlers in der Implementation" hätten diese dann den Angriff nicht abgefedert, wie sie dies eigentlich tun sollten, sondern im Gegenteil verstärkt.
Dies lässt aufhorchen: Wie kann ein DDoS-Schutz, der eigentlich von einer Attacke betroffene Systeme vor einer Überlastung schützen sollte, diese Überlastung stattdessen selbst verschlimmern? Eine Antwort auf diese Frage gibt Microsoft noch nicht, dies könnte sich aber bald ändern. In den nächsten rund zwei Tagen will der Cloud-Riese weitere Ergebnisse seiner Untersuchung veröffentlichen. Innert rund zwei Wochen soll dann ein Schlussreport folgen.

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