Microsoft untersucht angeblichen Lapsus$-Cyberangriff

21. März 2022 um 15:03
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Foto: Aktar Hossin / Unsplash

Nach Nvidia und Samsung nennt die umtriebige Bande das nächste prominente Opfer. Sie will Source Code von Bing und Cortana erbeutet haben.

"Eine aufstrebende Cybercrime-Gang mit neuen Methoden" hatten wir kürzlich einen Artikel über die Cyberkriminellen von Lapsus$ betitelt. Die Bande hatte in den letzten Wochen unter anderem mit Angriffen auf Nvidia, Samsung und Ubisoft für Aufsehen gesorgt. Jetzt will sie mit Microsoft ein weiteres, sehr prominentes Unternehmen attackiert haben.
Auf ihrem Telegram-Kanal veröffentlichte die Bande am 20. März eine Mitteilung, man habe sich Zugang zu internen Dokumenten von Microsoft verschafft. Kurz darauf wurde die Meldung wieder gelöscht und durch "Deleted for now will repost later" ersetzt. Lasus$ setzt nicht primär auf Ransomware, sondern greift bei ihren Angriffen Daten ab und erpresst danach die Unternehmen damit.

Microsoft: "Sind uns der Behauptungen bewusst"

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Screenshot von Lapsus$.
Zuvor war auf Telegram ein Screenshot eines anscheinend internen Microsoft-Entwicklerkontos publiziert worden. Offenbar handelt es sich um ein Azure-DevOps-Konto. Zu den im Screenshot gezeigten spezifischen Projekten gehören "Bing_UX", was sich auf Microsofts Bing-Suchmaschine beziehen könnte, und "Bing-Source" auf deren Quellcode. "Cortana" könnte Source Code des intelligenten Assistenten von Microsoft betreffen. Zudem scheinen die Angreifer Zugriff auf weitere Code-Repositories erhalten haben.
Auf Anfrage von 'Vice' erklärte ein Microsoft-Sprecher: "Wir sind uns der Behauptungen bewusst und stellen Nachforschungen an." In einem Inserat auf Telegram hatte Lapsus$ zuvor explizit "Insider" gesucht "bei Microsoft, Apple, IBM, OVHcloud, Telefonica, ATT usw.", die "ein VPN oder Zugang zum Netzwerk" zur Verfügung stellen würden.

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