Der Handykonzern Mobilezone verkauft sein Deutschland-Geschäft an Freenet. Wie das Unternehmen mitteilt, umfasse die Vereinbarung alle Geschäftsaktivitäten im Nachbarland, darunter die Online-Vertriebsplattformen Deinhandy, Handystar und Sparhandy, das B2B-Geschäft Mobilezone Handel sowie das Mobilfunk-Geschäft mit den Marken High und dem Reseller-Brand Simyo.
Mit den Geschäftsbereichen habe Mobilezone Deutschland im vergangenen Jahr einen Umsatz von 779 Millionen und einen Ebitda von 30,3 Millionen Euro erzielt, so die Mitteilung. Seit dem Markteintritt 2015 durch die Akquisition von Einsamobile habe Mobilezone in Deutschland insgesamt 183 Millionen Euro in Akquisitionen investiert. Mit dem erwarteten Verkaufserlös von rund 230 Millionen Euro resultiere eine Rendite von 162% über die Investitionsperiode, so das Unternehmen.
Fokus auf den Heimmarkt
Zukünftig will sich Mobilezone auf das Inland konzentrieren, erklärt der Konzern. Dort seien das Filialgeschäft mit den heute 125 Standorten, die wiederkehrenden Einnahmen aus dem B2B- und dem Mobilfunk-Geschäft, sowie das Gebrauchthandel- und das Reparatur-Geschäft die wichtigsten Positionen. Damit habe man 2024 einen Umsatz von 276 Millionen und einen Ebitda von 37,6 Millionen Franken erwirtschaftet.
Die Mittel aus dem Verkaufserlös will Mobilezone für das Wachstum in der Schweiz sowie die Reduktion der Schulden verwenden.
Der Mobilezone-Verwaltungsratspräsident Olaf Swantee kommentiert in der Mitteilung: "Im Namen des Verwaltungsrates und der Konzernleitung möchte ich mich für den grossen Einsatz aller rund 300 deutschen Mitarbeiter über die letzten Jahre bedanken. Sie haben Mobilezone Deutschland zu einem relevanten Telekommunikationsspezialisten im deutschen Markt gemacht. Auf diese Leistung dürfen sie stolz sein. Wir wünschen ihnen und der neuen Eigentümerin viel Erfolg für die Zukunft."