Nach IT-Fiasko: Bilanz deponiert und 30 Jobs weg

25. März 2025 um 08:46
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Foto: Bank Phrom / Unsplash

Weil der externe IT-Dienstleister versehentlich alle Daten einer Obwaldner Druckerei gelöscht hat, schlitterte das Unternehmen in den Konkurs und gab den Betrieb auf.

Das Sarner Traditionsunternehmen Abächerli Media ist am Ende. Grund dafür ist ein Informatikdebakel, wie Verwaltungsrat und Geschäftsleitung auf der Website der Druckerei schreiben. Rund 30 Arbeitsplätze in der Region gehen verloren.
Das Ende der Firma sei hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass der ehemalige externe IT-Dienstleister im Juni 2022 versehentlich sämtliche Daten, Applikationen sowie die Backups auf den Servern gelöscht habe. In der Folge sei es nicht gelungen, die Daten wiederherzustellen, schreibt das Unternehmen. Zuerst hatte 'CH Media' über den Fall berichtet.
Das komplette IT-System habe neu aufgebaut werden müssen. Das habe zu erheblichen Umsatzausfällen geführt und sich massiv auf die Liquidität ausgewirkt. Der entstandene Schaden sei auf über 750'000 Franken geschätzt worden. Die Versicherung des Verursachers habe aber nur einen Bruchteil davon übernommen. Von diesem Fiasko habe sich die Firma nicht mehr erholt.
In den letzten beiden Jahren sei der Druckmarkt zwar weiter geschrumpft. Abächerli Media habe sich aber bis Mitte 2024 teilweise besser entwickelt als der Markt. Allerdings seien die Umsätze seither relativ stark zurückgegangen.
Die Hausbank habe nun "den Stecker gezogen" und sämtliche Verträge gekündigt, heisst es von der Druckerei. Das habe zur sofortigen Zahlungsunfähigkeit geführt. Der Verwaltungsrat sei daher gezwungen gewesen, die Bilanz zu deponieren und Konkurs anzumelden.

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