Nächste heftige Cyberattacke erschüttert Frankreich

14. März 2024 um 11:01
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Foto: Nerissa J / Unsplash

Beim Angriff auf die staatliche Arbeitsagentur France Travail wurden Daten von bis zu 43 Millionen Personen erbeutet.

Anfang Woche wurden in Frankreich mehrere staatliche Stellen von DDoS-Angriffen mit "beispielloser Intensität" getroffen. In der Folge wurde ein Krisenstab eingerichtet. Unabhängig davon erschüttert das Land jetzt ein weiterer heftiger Cyberangriff. Dieser trifft France Travail, die staatliche Arbeitsagentur für Arbeitslose und Jobsuchende. Zur Art des Angriffs machte die Organisation keine Angaben, erklärte aber, dass personenbezogene Daten gestohlen worden seien. Die Attacke habe zwischen Anfang Februar und Anfang März stattgefunden, sei aber erst letzte Woche entdeckt worden.
"Unter Berücksichtigung der durchgeführten technischen Untersuchungen handelt es sich bei den offengelegten personenbezogenen Daten um folgende: Vor- und Nachname, Sozialversicherungsnummer, Geburtsdatum, France-Travail-Kennung, E-Mail- und Postadressen sowie Telefonnummern", heisst es in einer Mitteilung. Nicht gestohlen worden seien Passwörter und Bankdaten.
Dabei handle es sich um Menschen, die in den vergangenen 20 Jahren arbeitslos gemeldet waren oder sich zur Jobsuche auf dem Portal der Agentur registriert hatten. "Es handelt sich also möglicherweise um die personenbezogenen Daten von 43 Millionen Menschen, die erbeutet wurden", so France Travail.

Letztes grosses Datenleck erst vor einem Monat

Das wären fast zwei Drittel der französischen Bevölkerung. Damit scheint das Ausmass des neuesten Hacks noch grösser zu sein als der Cyberangriff auf die zwei Zahlungsdienstleister Viamedis und Almerys im Gesundheitssektor vor erst einem Monat. Dieses Datenleck betraf ebenfalls personenbezogene Daten von bis zu 33 Millionen Personen.
France Travail hat Beschwerde eingereicht und die Cybercrime-Abteilung der Pariser Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eröffnet. Ebenfalls informiert wurde die französische Datenschutzbehörde CNIL, die eine eigene Untersuchung eingeleitet hat, auch im Hinblick auf eventuelle DSGVO-Verstösse. CNIL ruft wie im Fall der gehackten Zahlungsdienstleister die Bevölkerung erneut zu erhöhter Wachsamkeit auf: "In den kommenden Tagen, aber auch und vor allem längerfristig."

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