Neue Java-Lizenzierung von Oracle verursacht hohe Mehrkosten

25. Juli 2023 um 11:04
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Foto: Towfiqu Barbhuiya / Unsplash

Die meisten Unternehmen erwarten gemäss Gartner, dass die Lizenzkosten zwei- bis fünfmal teurer werden. Anwender sollten sich ausserdem auf Audits einstellen.

Vor einiger Zeit hat Oracle ein neues Lizenzierungsmodell für Java eingeführt, die "Java SE Universal Subscription". Schon damals hiess es, dass damit Mehrkosten auf Anwender zukommen könnten. Auch der Marktforscher Gartner geht nach Gesprächen mit Kunden davon aus, dass es für die meisten Anwender teurer wird. Unternehmen schätzten, dass sie im neuen Modell zwei- bis fünfmal mehr zahlen müssen, so Gartner gemäss 'The Register'.
Im Januar führte Oracle die Änderung der Java-SE-Lizenzierung ein. Im Gegensatz zur früheren Lizenz, die entweder pro Benutzer oder pro Prozessor erhoben wurde, umfasst das neue Abonnement die Nutzung auf Desktops, Servern und Cloud-Bereitstellungen von Drittanbietern. Vor allem bei Unternehmen, in denen nur wenige Mitarbeitende Java nutzen, hat dies für Unmut gesorgt.
Für bestehende Kunden sollte sich nichts ändern. Allerdings wurde bereits bei der Ankündigung befürchtet, dass irgendwann für alle Anwender eine Pflicht für das neue Lizenzmodell eingeführt wird. Noch heisst es in einem Q&A bei Oracle, dass Kunden ihre alten Abonnements unter den bestehenden Bedingungen und Konditionen verlängern können.
Verschiedenen Medienberichten zufolge herrscht bei Kunden aber grosse Verunsicherung. Sie sorgen sich, dass sie die berüchtigten Lizenz-Audits nicht bestehen könnten. Gartner hatte bereits im Februar gewarnt, dass Oracle aufgrund der Änderungen bei der Java-Lizenzierung aktiv auf Unternehmen zugehen werde, um die Einhaltung der Java-Compliance zu überprüfen. Demnach muss jeder fünfte Java-Anwender in den nächsten drei Jahren mit einem Oracle-Audit rechnen.

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