Optimismus in der ICT-Branche war gestern

29. Juni 2022 um 15:15
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Foto: zVg

Nachdem die Stimmung im Schweizer ICT-Business zuletzt teilweise sehr gut war, hat sie sich nun eingetrübt, wie dem jüngsten Swico-Barometer zu entnehmen ist.

Mit Blick auf das dritte Quartal 2022 hat sich die Stimmung in der Schweizer ICT-Branche etwas eingetrübt. Das jedenfalls ist dem jüngsten Swico ICT Index zu entnehmen, der um insgesamt 10 Punkte auf 114,5 Punkte zurückgegangen ist. Nachdem zuletzt grosser Optimismus herrschte, spiegeln sich laut dem Branchenverband in den jetzigen Ergebnissen "der Krieg in der Ukraine, Lieferschwierigkeiten und der Fachkräftemangel", die die Unternehmen belasten.
Abgesehen von der IT-Technology-Sparte zeige sich in den anderen Segmenten der ICT-Branche, dass sie "auf der Grenze zwischen rentablerem und unrentablerem Wachstum" stehen. Wobei das hiesige CE-Business (Consumer Electronic) sogar "auf der Kippe zwischen unrentablerem Wachstum und Degeneration" stehe, wie dem Index zu entnehmen ist.

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Grafik: Swico
Nur sollte nicht vergessen gehen, dass trotz geringerem Optimismus als noch zu Anfang 2022 und dem Stimmungsabschwung in fast allen Bereichen, diese jüngsten Resultate abermals sehr deutlich über der Wachstumsschwelle von 100 Punkten liegen.
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Grafik: Swico
Konkret legte diesmal allein der ansonst meist als Index-Sorgenkind auftretende IPF-Sektor (Imaging, Printing, Finishing) deutlich um 19,2 Punkte auf 107,7 Punkte zu. Von den anderen hat die Software-Branche mit minus 4,2 Punkten und nun 116,3 Punkten am wenigsten verloren und ist Spitzenreiter des Gesamtindex. Wegen des Fachkräftemangels, heisst es beim Swico weiter, habe das Consulting die grössten Einbussen zu verzeichnen. Mit minus 12,8 Punkten platziere sich das Segment "mit 114,7 Punkten dennoch nach wie vor klar in der Wachstumszone und belegt den zweiten Gesamtrang". Der Stimmungsabschwung bei den IT-Services äussert sich im Verlust von 5,1 Punkten und sie belegen nun mit 113,1 Punkten Platz 3 des Gesamtindex. Bei der IT-Technology wird ein Rückgang um 6,1 Punkten auf noch 112,7 Punkte ausgewiesen und das CE-Business sackt mit einem Minus von 8,4 Punkte wieder deutlich unter die Wachstumsgrenze von 100 Punkten.

Unsicherheiten "werden anhalten"

Laut Swico-Geschäftsführerin Judith Bellaiche war zu erwarten, dass "sich die aktuellen geopolitischen Krisen früher oder später auch auf unsere Branche auswirken würden". So sei "davon auszugehen, dass die Unsicherheiten rund um die Lieferkapazitäten anhalten werden". Allerdings ist laut Bellaiche der Fachkräftemangel der eigentliche Wachstumshemmer. Wolle man in der Schweiz di Digitalisierung vorantreiben, werde man hierzulande "nicht darum herumkommen, den eigenen Talentpool auszubauen".

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