Der Softwarekonzern Oracle bereitet den Administratorinnen und Administratoren seiner Produkte viel Arbeit. Zum Ende des zweiten Quartals veröffentlicht das Unternehmen insgesamt 1449 Sicherheitspatches für firmeneigenen Programmcode und Komponenten von Drittanbietern, die in Oracle-Produkten enthalten sind.
Besonders herausfordernd werden die nächsten Tage für die IT-Verantwortlichen der Oracle E-Business Suite, die 410 Sicherheitsupdates einspielen müssen. In der Oracle Fusion Middleware klaffen diverse hochkritische Sicherheitslücken mit dem CVSS-Maximalscore von 10. Für die Software stellt der Hersteller alleine 355 Sicherheitspatches bereit. Ferner müssen mehrere Oracle-Communications-Lösungen, Oracle Java SE, Oracle MySQL und diverse Peoplesoft-Enterprise-Anwendungen dringend mit Updates versorgt werden, so Oracle.
Das Unternehmen gibt an, dass die Patches in der Regel kumulativ seien. Allerdings sollten IT-Verantwortliche trotzdem prüfen, ob frühere Updates eingespielt wurden. Denn der Konzern erhalte regelmässig Berichte über Versuche, bereits gepatchte Sicherheitslücken böswillig auszunutzen. Oracle empfiehlt Kundinnen und Kunden daher dringend, auf aktiv unterstützten Versionen zu bleiben und Sicherheitspatches unverzüglich zu installieren.
Die hohe Zahl der Patches legt den Schluss nahe, dass auch Oracle sich von KI bei der Identifikation von Sicherheitsproblemen hat helfen lassen. Offiziell macht der Konzern dazu keine Angaben und
listet stattdessen brav diejenigen Firmen und Individuen, die an der Entwicklung der Sicherheitsupdates beteiligt waren. Dazu zählen Professor Weiheng Qiu von der Vanderbilt University in Nashville, Jimi Sebree von Horizon3.ai und Alexander Kornbrust von Red Database Security.