Stadler gibt Entwarnung nach Cyberangriff

21. Juli 2026 um 09:29
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Foto: Xavier von Erlach / Unsplash

Nach einem Datendiebstahl über eine Austauschplattform eines Zulieferers sieht Stadler die eigenen IT-Systeme nicht betroffen. Die Täter verlangen 10 Millionen Franken Lösegeld.

Cyberkriminelle haben sich Mitte Juli 2026 über kompromittierte Zugangsdaten zu einer Datenaustauschplattform eines Zulieferers Zugriff auf technische Informationen von Stadler verschafft. Wie das Unternehmen mitteilt, seien dabei weder die eigenen IT-Systeme kompromittiert noch Daten direkt aus der IT-Infrastruktur von Stadler entwendet worden.
Nach Angaben des Schienenfahrzeugherstellers handelt es sich bei den gestohlenen Informationen um technische Daten eines Zulieferbetriebes. Diese seien nicht sicherheitsrelevant. Auch Personendaten seien nicht betroffen. Stadler betont, dass der Vorfall keine Auswirkungen auf die weltweit im Einsatz stehenden Schienenfahrzeuge habe. Auch die Produktion laufe an allen Standorten ohne Einschränkungen weiter.
Die Cybercrime-Gruppierung Everest Group habe sich in einem Erpresserschreiben zu dem Angriff bekannt und fordere ein Lösegeld von 10 Millionen Franken, heisst es in der Mitteilung. Stadler erklärt, "unter keinen Umständen" auf die Forderung eingehen zu wollen. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben bei der Kantonspolizei Thurgau Strafanzeige eingereicht.
Die Everest Group war bereits in der Vergangenheit mit ähnlichen Drohungen gegen Schweizer Unternehmen in Erscheinung getreten. So behauptete die Gruppierung im vergangenen Jahr, die Krypto-Firma Bitbox angegriffen zu haben. Der angebliche Ransomware-Angriff stellte sich später als falsch heraus. Die veröffentlichten Daten stammten aus einem älteren Leak bei einem Drittanbieter.

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