In Bern formiert sich eine neue Parlamentarische Gruppe Künstliche Intelligenz. Knapp 30 der 246 Mitglieder von National- und Ständerat haben sich zusammengeschlossen, um sich für gute Bedingungen und einen verantwortungsvollen Umgang mit der Technologie in der Schweiz einzusetzen, heisst es in einer Mitteilung.
Der Gründungszeitpunkt sei bewusst gewählt, so die Mitteilung. Der Bundesrat bereite derzeit die Vernehmlassung zur
Regulierung von KI vor. Im nächsten Jahr richte die Schweiz in Genf den
internationalen KI-Gipfel aus.
Die Gruppe werde präsidiert von Nationalrat Dominik Blunschy (Mitte/SZ). Sie bringe Parlamentarierinnen und Parlamentarier über Partei- und Sprachgrenzen hinweg zusammen, wie es weiter heisst. Als Trägerorganisationen unterstützten der IT-Anbieter
Salesforce und der Anwenderverband SwissAI die Gruppe. "Als Parlament müssen wir verstehen, wie diese Technologie funktioniert, bevor wir über ihre Regeln entscheiden", sagt Blunschy. "Mit dem Gipfel in Genf schaut die Welt 2027 auf die Schweiz. Diese Chance wollen wir nutzen: mit guten Rahmenbedingungen für Innovation und klaren Leitplanken, wo sie nötig sind."
Als Ziel hat sich die Gruppe gesetzt, Erfahrungen und Wissen zu KI aus der Praxis ins Parlament zu holen. Dafür wollen die Mitglieder mit Fachleuten aus Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft konkrete Anwendungen kennenlernen und Chancen sowie Herausforderungen diskutieren. Den Auftakt bilde ein Anlass in der Wintersession 2026, so die Mitteilung. Darüber hinaus seien zwei Sessionsanlässe pro Jahr sowie Besuche bei Institutionen und Unternehmen geplant.