Die Schweizerische Post streicht im Rahmen einer "Neuausrichtung des IT-Systems" rund 60 IT-Stellen. Zudem sind etwa 20 Änderungen von Arbeitsverträgen – neue Funktion oder Arbeitsort – geplant, wie 'Le Temps' berichtet. Die Gruppe beschäftige in diesem Bereich in der Schweiz insgesamt 1500 Mitarbeitende.
Auf Anfrage der Westschweizer Tageszeitung bestätigt die Post, ihre IT-Abteilung neu auszurichten. "Wir stehen im Austausch mit den Mitarbeitenden und den Sozialpartnern. Mitte Juni planen wir die Einleitung eines Konsultationsverfahrens. Die genannte Grössenordnung (60 Stellen) entspricht den aktuellen Überlegungen. Endgültige Zahlen können wir erst nach Abschluss des Prozesses bekanntgeben, voraussichtlich im Herbst."
Portugal bleibt ohne Upgrade
Gegenüber
'Le Temps' (Paywall) erklärte die Post ausserdem, dass die Erweiterung in Lissabon nun auch nicht weiterverfolgt werde. Ursprünglich wollte die Post
200 neue IT-Stellen in Portugal schaffen und freie Stellen in der Schweiz nicht mehr besetzen. Das Ganze sollte aber ohne Entlassungen erfolgen.
Die Gewerkschaft Syndicom kritisiert das Vorhaben laut der Tageszeitung: "Wenn sich die Arbeit aufgrund der digitalen Transformation verändert, darf die Antwort nicht einfach in einem Personalabbau bestehen. Als bundesnahes Unternehmen, dessen einziger Eigentümer der Bund ist, trägt die Post eine besondere Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitenden."
Die betroffenen Personen müssten rechtzeitig informiert, begleitet und durch Weiterbildungen oder gezielte Umschulungen unterstützt werden, fordert die Gewerkschaft. Ebenso seien weitere Massnahmen wie Frühpensionierungen und ein entsprechender Sozialplan notwendig.