Post will Briefe digital versenden können

16. April 2025 um 14:26
image
Foto: Schweizerische Post / Regula Roost

Bei einem hybriden Brief kann der Empfänger entscheiden, ob er eine physische Sendung oder ein elektronisches Dokument erhalten möchte.

Die Schweizerische Post soll Briefe künftig auch digital annehmen und zustellen können. Das schlägt der Bundesrat in der angepassten Postverordnung vor, die er in die Vernehmlassung geschickt hat. Die Post begrüsst den Vorschlag in einem Communiqué.
Dem Vorschlag zufolge sollen zukünftig hybride Briefe Teil der Grundversorgung werden: Dabei wird ein Brief digital aufgegeben. Anschliessend entscheidet die Empfängerin oder der Empfänger, ob die Sendung auf Papier oder in elektronischer Form zugestellt wird.
Gemäss der Post hat der hybride Brief mehrere Merkmale, die auch aus der physischen Welt bekannt sind. Wer einen Brief an eine postalische Anschrift verschicken möchte, könne die Sendung digital erfassen. Ein elektronisches Siegel signalisiere dem Empfänger, dass das Schreiben echt und unverändert ist. Zudem belege ein qualifizierter Zeitstempel den Annahmezeitpunkt, was die Rechtssicherheit erhöhe. Geschäftskunden sollen zudem die Möglichkeit erhalten, Briefe digital aus einer bestehenden Geschäftssoftware zu verschicken und zu empfangen.
Post-CEO ad interim Alex Glanzmann bezeichnet in dem Communiqué die Weichenstellung des Bundesrates, den hybriden Brief im Auftrag zu verankern, als einen wichtigen Schritt zu einer modernen postalischen Grundversorgung. Sie entspreche den heutigen Bedürfnissen der Kundinnen und Kunden.

Loading

Mehr zum Thema

imageAbo

Pully erneuert seine Rechenzentren

Die Waadtländer Gemeinde ersetzt ein RZ. Auch die komplette restliche Infrastruktur soll durch die Firma Darest Informatic erneuert werden.

publiziert am 16.7.2026
imageAbo

DV Bern erneuert Fallführungssystem für 15 Millionen

Das kantonale Amt für Sozialversicherungen will sein Fallführungssystem "Evok" erneuern. Der bisherige Partner DV Bern hat für 15,8 Millionen Franken den Zuschlag bekommen.

publiziert am 16.7.2026
image

OpenAI verliert im EU-Markenstreit

Die Wortmarke "OpenAI" kann in der Europäischen Union nicht rechtlich geschützt werden. Sie suggeriere, dass Produkte auf frei zugänglicher Künstlicher Intelligenz basieren.

publiziert am 15.7.2026
imageAbo

Basel-Land will Gever-Lösung neu ausschreiben

Der Kanton will seine Geschäftsverwaltungssoftware neu ausschreiben. Hintergrund sind strategische Weiterentwicklungen beim Lieferanten und beschaffungsrechtliche Vorgaben.

publiziert am 15.7.2026