Not macht erfinderisch. Das Sprichwort passt wohl am besten zu dem, was die Schweizerische Post heute an einer Medienveranstaltung vorgestellt hat. Weil nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen und Behörden immer weniger klassische Briefe verschicken, bietet der Gelbe Riese mit "ePost Smart Send" einen virtuellen Briefkasten zum Versand und Empfang von digitalen Briefen. Zielgruppe sind KMU.
Digital verschicken, physisch empfangen
Das Angebot ist hybrid. KMU können darüber Briefe, Rechnungen oder Massenversände digital erstellen und verschicken. Die Post übernimmt anschliessend die Verarbeitung und stellt die Dokumente wahlweise "digital in die E-Post-App, per E-Bill oder physisch" zu, erläuterte Nicole Burth, Leiterin Kommunikations-Services und Mitglied der Post-Konzernleitung vor den Medien.
Mindestens 100 Millionen Versände – irgendwann
Zu konkreten Zielen will sich die Post nicht äussern. Auf Nachfrage sagt Burth, dass "irgendwann Post im dreistelligen Millionenbereich über ePost Smart Send" abgewickelt werden soll. Wann dieses Ziel erreicht werden soll, wollte sie indes nicht sagen, obwohl diese Ziele "intern" natürlich festgelegt worden seien. Entscheidend sei, wie schnell sich grössere Unternehmen für den Dienst registrieren. Für den Empfang von Briefen, welche darüber verschickt worden sind, ist indes kein entsprechendes Konto notwendig, erklärt Renato Stalder, CEO von Klara.