Das Eidgenössische Institut für Metrologie (Metas) betreibt drei Zeitserver, sogenannte NTP-Server. Über diese Server werden Computeruhren mit der offiziellen Schweizer Zeit synchronisiert. Aufgabe des Metas sei, "die offizielle Schweizer Zeit zu realisieren und zu verbreiten", schreibt das Institut in einer Mitteilung. Dazu betreibt es in seinen Laboratorien mehrere Atomuhren.
"Mit diesen Atomuhren liefert das Metas den Schweizer Beitrag zur koordinierten Weltzeit (Universal Time Coordinated, UTC)", heisst es weiter. "Diese Zeit wird vom Internationalen Büro für Mass und Gewicht in Paris aus den Daten von rund 350 Atomuhren von 60 Zeitlaboratorien auf der ganzen Welt ermittelt."
Abgleich auf wenige Millisekunden genau
Aus der koordinierten Weltzeit leitet das Metas die offizielle Schweizer Zeit ab und verbreitet sie. Zur Verbreitung gehören auch die drei kostenlosen NTP-Server, über die sich Computeruhren mit der offiziellen Schweizer Zeit abgleichen können. "Auf wenige Millisekunden genau", betont das Institut.
Das Network Time Protocol (NTP) wurde in den 1980er-Jahren entwickelt und wird von Milliarden von Computern
weltweit als Standard zur Synchronisierung der Uhren verwendet. Dazu gleicht ein Computer regelmässig seine Zeit mit einem NTP-Server ab.
Alte Adressen sind nicht mehr gültig
Bis Ende November 2020 müssen die drei Metas-Server nun migriert werden. Wegen dieser Migration würden die Dienstleistungen einzelner Server für etwa zwei Tage unterbrochen.
"Alte Internetadressen der NTP-Server (z.B. mit einer Erweiterung admin.ch) werden nach der Migration nicht mehr gültig sein", schreibt das Metas. Nutzer müssten deshalb unter Umständen die von ihnen verwendeten Verbindungsadressen zu den Servern anpassen.
Wer seine Computeruhr mit einem Metas-Zeitserver synchronisieren will, benutze am besten die Alias-Internetadresse ntp.metas.ch. Hier befinden sich die Adressen der drei Zeitserver ntp11, ntp12 und ntp13.