Actebis UK wirft das Handtuch - keine News für CH

1. Juni 2007, 14:49
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Wie wir heute bei unseren Kollegen vom britischen Channelmagazin 'Microscope' --http://www.

Wie wir heute bei unseren Kollegen vom britischen Channelmagazin 'Microscope' entdeckt haben, wird Actebis UK, die britische Actebis-Tochter, das Handtuch werfen und sich vom Markt zurückziehen. Wie der dortige Chef Roger Mather gegenüber 'Microscope' erklärte, handle es sich dabei nicht um einen Konkurs, sondern um einen "solventen Rückzug". Da die Gruppe nicht dazu bereit gewesen sei, weitere Distis in Grossbritannien zu übernehmen oder in die internen IT-Systeme zu investieren haben man einsehen müssen, dass es keine Zukunft mehr für das Unternehmen gebe. Actebis UK beschäftigt etwa 40 Mitarbeiter und betätigt sich vor allem im Komponentenhandel.
Der Besitzer der Actebis-Gruppe, der Otto-Konzern, hat schon vor vier Jahren angekündigt, dass er sich aus strategischen Gründen aus dem IT-Distributionsgeschäft zurückziehen will und damit begonnen, einen Käufer für Actebis zu suchen. Lange Zeit aber geschah wenig.
Nun erhält man den Eindruck, dass der Rückzug von Otto eine neue Dynamik erhält. Im letzten Herbst wurde Actebis Italien an Esprinet (denen die Vertriebsbüros in Norwegen, Schweden, Tschechien und der Slowakei angeschlossen sind) übernommen.
Andrea Câmen, die Pressesprecherin der Actebis-Gruppe, bestätigte gegen inside-channels.ch die bevorstehende Schliessung von Actebis UK. Zur Zukunft der wesentlich grösseren Schweizer Tochter, so Câmen, gebe es aber keine Neuigkeiten.
Gleichzeitig widersprach Câmen unserem Eindruck, dass es momentan bei der Actebis-Gruppe Schlag auf Schlag gehe. Die Vorgänge in Grossbritannien und in den Niederlassungen in Nord- und Mitteleuropa müsse man getrennt sehen. Im Falle von Grossbritannien habe man sich zur Erkenntniss durchgerungen, dass man eine zu kleine und Verluste bringende Niederlassung nicht ewig weiterführen könne. Für Polen und Dänemark hingegen habe man einen Investor gefunden, der diesen Niederlassungen neue Wachstumschancen bringe. Genau das Gleiche wolle man auch für die anderen, gut laufenden Niederlassungen erreichen. (Hans Jörg Maron)

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