Anhaltendes Hickhack zwischen Bedag und Waadt

18. Februar 2009, 07:19
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Im Kanton Waadt wird immer noch heftig darüber diskutiert, ob der Entscheid, den Outsourcing-Vertrag mit dem Berner IT-Dienstleister Bedag zu beenden, richtig war.

Im Kanton Waadt wird immer noch heftig darüber diskutiert, ob der Entscheid, den Outsourcing-Vertrag mit dem Berner IT-Dienstleister Bedag zu beenden, richtig war. Ende 2008 war bekannt geworden, dass der welsche Kanton die Informatik per Mitte 2009 wieder selber betreiben möchte. Hintergrund waren offenbar formale Gründe. Mit den Dienstleistungen war man zufrieden.
Seit einiger Zeit gibt es Berichte darüber, dass der Kanton die Übernahme der IT per 1. August 2009 nicht schaffen wird. Wie gestern die Westschweizer Zeitung '24 heures' schrieb, glaubt der Kanton Waadt, dass die Lausanner Bedag-Niederlassung Urheber dieser Gerüchte sei. Schliesslich verliert Bedag mit dem Kanton Waadt einen Drittel des Umsatzes. Dieser Vorwurf wird in dem Artikel von Bedag-Sprecher Rudolf Steiner energisch zurückgewiesen. Man sei im Gegenteil sehr daran interessiert, dass die Zurückführung der Informatik gut verlaufe.
Der Streit dreht sich auch um die Tatsache, dass bis heute nicht klar ist, wie viele Personen von Bedag zum Kanton Waadt wechseln werden und wo die zukünftigen Räumlichkeiten der Informatik des Kantons sein werden. Die Bedag-Räumlichkeiten in Lausanne stehen jedenfalls nicht zur Verfügung. (mim)

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