Apple legt neuen Rekord hin und enttäuscht doch

19. Oktober 2011 um 09:29
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Trotz neuer Rekordzahlen im vierten Quartal 2011 brach die Apple-Aktie ein, weil das Unternehmen die übersteigerten Erwartungen der Anleger und Börsianer nicht erfüllt hat.

Trotz neuer Rekordzahlen im vierten Quartal 2011 brach die Apple-Aktie ein, weil das Unternehmen die übersteigerten Erwartungen der Anleger und Börsianer nicht erfüllt hat.
Während die einen noch den frühen Tod von Apple-Co-Gründer Steve Jobs betrauern, scharren die Anleger und Börsianer nach Vorlage neuer Zahlen fürs vierte Quartal des Apple Geschäftsjahrs, das bis Ende September dauerte, schon mit den Hufen. Denn obwohl Umsatz und Gewinn die bisherigen Rekorde sprengen, hatte man sich mehr erwartet für die letzten drei Monate des abgelaufenen Geschäftsjahres, folglich ist die Aktie am Vortag nachbörslich um mehr als 6 Prozent abgesackt.
Dabei hat das Unternehmen beim Umsatz im Schlussquartal verglichen mit dem gleichen Quartal des Vorjahrs um traumhafte 39 Prozent auf 28,3 Milliarden Dollar zugelegt, beim Gewinn sogar um 54 Prozent auf 6,6 Milliarden Dollar.
Enttäuscht zeigten sich aber manche Anleger und Analysten von den "nur" 17 Millionen iPhone-Verkäufen im vierten Quartal, war man doch teilweise von bis zu 22 Millionen Stück ausgegangen. Vom neuen iPhone 4S mit schnellerem Prozessor, neuer Spracheingabe und einer verbesserten 8-Megapixel-Kamera hat Apple allein am ersten Wochenende vier Millionen Stück losschlagen können. Aber viele sagen, dass dem Unternehmen damit nicht der wirklich grosse Wurf gelungen sei, weshalb so manche potentielle Kunden wohl eher auf das fürs Frühjahr 2012 angekündigte iPhone 5 warten werden.
Der im Vergleich zu Jobs eher nüchtern wirkende Cook sprühte angesichts des iPhone 4S jedoch regelrecht vor Begeisterung und sprach von "fantastischen Rückmeldungen" der Kunden. "Wir gehen mit Volldampf in die Weihnachtszeit und wir bleiben wirklich enthusiastisch, was unsere kommenden Produkte angeht", so Cook. Mehr wollte der neue Apple-Chef jedoch nicht verraten, aber natürlich dürften unter anderem das viel erwartete aber wohl erst nächstes Jahr erscheinende iPad 3 und das iPhone 5 gemeint sein.
Manche Branchenkenner gehen davon aus, dass Apple im laufenden Quartal mit 30 Millionen Stück etwas doppelt so viele iPhones verkaufen könnte als im Vorjahreszeitraum. Die neue Spracherkennungssoftware Siri hat viel dazu beigetragen, die anfängliche Skepsis ob des neuen 4S-Modells zu überwinden.
Die iPad-Verkäufe sind im vierten Quartal um 166 Prozent auf 11,1 Millionen Stück steil in die Höhe gegangen, die der Mac-Computer inklusive iMac und MacBook Air um 26 Prozent auf 4,9 Millionen Stück. Rückläufig entwickelt haben sich einzig die Zahlen für die iPods, die heute nur noch 7 Prozent zum Umsatz beitragen. Der Absatz der MP3-Player ist um 27 Prozent auf 6,6 Millionen Stück geschrumpft, was sicherlich zum Teil auch daran liegt, dass viele Apple-Fans Musik mittlerweile lieber übers iPhone hören. (Klaus Hauptfleisch)

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