Lenovo hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2024/25 abgeschlossen. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 21% auf 69,1 Milliarden Dollar. Es handle sich um den zweithöchsten Umsatz, den Lenovo in seiner Firmengeschichte je verzeichnete, schreibt das Unternehmen. Nettogewinn kletterte um 36% auf 1,4 Milliarden US-Dollar.
Alle Geschäftsbereiche und Vertriebsregionen hätten zweistellige Wachstumsraten verzeichnet, berichtet das chinesische Unternehmen. In der Intelligent Devices Group (IDG), zu der PCs gehören, verbucht Lenovo einen Umsatz von 50,5 Milliarden Dollar (+13%). Die Infrastructure Solutions Group (ISG) verzeichnete ein Umsatzplus von 63% auf 14,5 Milliarden Dollar. Für das Wachstum verantwortlich ist die starke Nachfrage nach KI-Infrastruktur. Ein Plus von 13% meldet der Konzern für die Solutions and Services Group (SSG). Der Umsatz belief sich auf 8,5 Milliarden Dollar. Auch hier würden KI-Angebote für Dynamik sorgen.
CEO Yuanqing Yang bezeichnete das als Geschäftsjahr "eines unserer besten Jahre, selbst angesichts der grossen makroökonomischen Unsicherheit". Als Highlights nennt Lenovo das starke Wachstum des KI-Servergeschäfts und die
Markteinführung der KI-PCs. "Unsere Strategie, uns auf hybride KI zu konzentrieren, hat zu bedeutenden Fortschritten sowohl bei der KI für Privatpersonen als auch für Unternehmen geführt", so Yuanqing.
Lenovo hält an Produktion in China fest
Trotz US-Zöllen will Lenovo an der Produktion in China festhalten. "China gibt uns eine Menge Vorteile bei der Fertigung", sagte der CEO Yuanqing gegenüber dem 'Wall Street Journal'. Im März habe die Verdoppelung der Zölle auf Waren aus China durch US-Präsident Donald Trump den chinesischen Konzern 15 Millionen Dollar gekostet, da man keine Zeit gehabt habe, sich darauf vorzubereiten. Im April schraubte Trump die China-Zölle auf 145% hoch. Die Erhöhung ist aber inzwischen ausgesetzt.
Lenovo hat Werke in verschiedenen Ländern. Analysten erwarten, dass der Konzern PCs in die USA aus Vietnam liefern wird. Auch da ist allerdings noch offen, wie hoch die US-Zölle am Ende sein werden. "Die Herausforderung ist nicht der Importzoll an sich, es ist die Unsicherheit", so Yuanqing gegenüber der US-Zeitung weiter. "Solange wir wissen, was das Endspiel ist, werden wir uns schnell anpassen."
(Mit Material von 'Keystone-SDA')