Asut wirbt heftig für 5G-Einführung

17. April 2019 um 13:41
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Eine dreijährige Verzögerung beim Netzausbau würde bis 2026 den durch 5G ausgelösten Produktionszuwachs um zehn Milliarden Franken reduzieren, so eine Studie.

Eine dreijährige Verzögerung beim Netzausbau würde bis 2026 den durch 5G ausgelösten Produktionszuwachs um zehn Milliarden Franken reduzieren, so eine Studie.
Im Jahr 2030 werde 5G in der Schweiz 137'000 Arbeitsplätze geschaffen und mit 42,4 Milliarden Franken zum volkswirtschaftlichen Produktionswert beitragen haben. 5G habe zudem das Potenzial, bis 2030 breitere sozioökonomische Vorteile im Gegenwert von jährlich fast 45 Milliarden Franken für die Bürger und die Gesellschaft in der Schweiz zu generieren. Zu diesen Ergebnissen kommt eine vom Verband für die Telekommunikationsbranche Asut in Auftrag gegebene Studie des Beratungsunternehmens Tech4i2.
Für die Studie sei das "5G Benefits Realisation Model" angewendet worden, mit dem die EU-Kommission die Auswirkungen für 5G bereits 2017 für die EU-Länder berechnet habe. Das Modell wurde von Tech4i2 für die Schweiz angepasst und umfasst 16 Wirtschaftsbranchen. Die vollständige Studie gibt es online als PDF.
Produzierendes Gewerbe profitiert am meisten
Die Studie zeigt auf, dass der Nutzen von 5G rasch ansteigen wird. In den 16 untersuchten Branchen initiiert 5G einen zusätzlichen Produktionswert von 42,4 Milliarden Franken. Dabei werde der Produktionswert in allen Branchen gesteigert, wobei die produzierende Industrie mit einem Zuwachs von zehn Milliarden Franken und über 20'000 zusätzlichen Beschäftigten im Jahr 2030 am stärksten profitieren werde.
Ebenfalls stark profitieren werde die IT- und Kommunikations-Branche selbst mit einer 5G-basierten Produktion im Wert von fast fünf Milliarden Franken im Jahr 2030 und über 14'000 Beschäftigten. Ähnlich sieht es laut den Studienergebnissen im Einzel- und Grosshandel sowie in der öffentlichen Verwaltung aus (siehe Grafik 1 oben).
Produktionsverluste bei Verzögerungen
Eine zeitliche Analyse des Modells zeige, dass 5G relativ schnell wirtschaftlichen Nutzen bringen werde, so die Autoren. Die Vorteile werden bis ins Jahr 2040 auf 62 Milliarden Franken geschätzt, was etwas mehr als fünf Prozent des gesamtschweizerischen Produktionswerts entsprechen werde. Die Hälfte davon, werde bereits bis 2028 realisiert.
In der Studie wurde auch untersucht, welche Auswirkungen eine Verzögerung der 5G-Abdeckung haben könnten. Denn um sicherzustellen, dass die Vorteile von 5G auch umgesetzt werden können, sei die Bereitstellung der 5G-Netzinfrastruktur essenziell. Um die Auswirkungen einer Verzögerung bei der 5G-Infrastruktur und der Netzabdeckung zu evaluieren, wurde die Verbreitung von 3G und 4G in der Schweiz als Baseline genommen.
Eine Analyse habe gezeigt, dass in den ersten zwei Jahren nach der Lancierung 2020 die Auswirkungen von Verzögerungen relativ gering seien, da auch die Vorteile von 5G noch begrenzt seien. Aber zwischen den Jahren drei und sechs würden die Auswirkungen einer einjährigen Verzögerung erheblich zunehmen (siehe Grafik 2, blaue Linie).
Eine dreijährige Verzögerung bei der Bereitstellung erhöhe die Verluste auf 3,9 Milliarden Franken im Jahr 2026 (Grafik 2, rote Linie). Die kumulierten Verluste über die untersuchten sechs Jahre würden zehn Milliarden Franken betragen. Hervorzuheben sei, so fügen die Studienautoren an, dass sich diese Zahlen nur auf die Produktionsverluste beziehen. Der Verlust des First-Mover-Vorsprungs in neuen Märkten werde diese Probleme wahrscheinlich noch verschärfen, so das Fazit. (kjo)

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