Atlassian will Kunden rasch in die Cloud befördern

19. Oktober 2020 um 15:46
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Jira, Confluence, Bitbucket… 2024 ist fertig mit Support von On-Premise-Server-Produkten. Die Preise steigen viel früher.

"Wir vereinfachen unsere selbstverwalteten Angebote", schreibt Atlassian, und "gemeinsam" mit den Kunden "beschleunige" man den Weg in die Cloud.
Die Vereinfachung und Beschleunigung bedeuten konkret, dass Atlassian-Kunden ab Februar 2021 kein neues Server-Produkt mehr kaufen und keine Offerte für ein neues Server-Produkt anfordern können. Das betrifft insbesondere Jira Software, Jira Service Desk, Confluence, Bitbucket und Crowd.
Im Februar 2024 endet dann der Support für alle Server-Produkte, was den Kunden 3 Jahre Zeit gebe, um die Migration zu unternehmen. Man wisse, wie Atlassian zugibt, dass dies für einige Kunden hart sei, aber man sei eben eine "Cloud-First-"Firma und die Migration sowieso irgendwann nötig.
Preisveränderungen sind fällig, ob man Jira Software Server, Jira Core Server oder Confluence Server habe und sie sollen rasch zur Migration motivieren. "Sie erhalten eine Preiserhöhung für alle Angebote, die ab dem 2. Februar 2021 gemacht werden".
Selbiges gelte für Bitbucket Server, Bamboo Server, Crowd Server, Jira Service Desk Server, Advanced Roadmaps Server, Team Calendars Server, so der aktuellste Atlassian-Post.
Nur Fisheye- und Crucible-Kunden bleiben verschont. Und für gewisse Produkte und Kleinstkunden mit weniger als 10 Usern behält Atlassian Cloud-Angebote bei, die immer gratis sein sollen.
Die News enden nicht damit, dass die Preise für bestehende Nutzer, die vor Oktober 2019 gekauft haben, steigen. Atlassian behält seine On-Prem-Installationen bei, die so genannten Data Center-Editionen. Allerdings steigen auch hier die Preise, wobei in den meisten Fällen ein prioritärer Support geboten wird.
Und war's das mit den Preiserhöhungen? "Wir machen keine Zusagen über Änderungen unserer Preisgestaltung, die in der Zukunft auftreten können oder auch nicht", lassen die Australier verlauten.
Die Cloud-First-Strategie verfolgt Atlassian seit rund 3 Jahren, nun ist man offenbar bereit, Kunden jeder Grösse aus der Cloud zu bedienen. Und "Cloud" meint insbesondere AWS, seit 2017 der Atlassian-Partner.
Übrigens strebt Atlassian auch mit einem neuen Hauptsitz in die Nähe der Wolken: Eine Milliarde Dollar wird das geplante 180 Meter hohe Gebäude mit 40 Stockwerken in Sydney kosten.

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