Die zur Einführung und dem Betrieb des elektronischen Patientendossiers (EPD) gesetzlich vorgeschriebene Zertifizierung haben die nächsten zwei Stammgemeinschaften geschafft: eHealth Ticino und die XAD Stammgemeinschaft. Das ist den jüngsten Informationen von E-Health-Suisse zu entnehmen, der zuständigen Kompetenz- und Koordinationsstelle vom Bund und den Kantonen.
Während die Stammgemeinschaft XAD
unter der Betreiberorganisation Axsana den Prozess am 11. Oktober bestanden hat, sind die Tessiner schon im September soweit gewesen. KPMG habe in der Südschweiz als unabhängiger und akkreditierter Dritter die notwendigen Audits durchgeführt. eHealth Ticino plane eine erste Betriebsphase mit einer definierten Gruppe von Anwendern und will dann ab nächstem Jahr allen Tessiner ermöglichen, ein EPD zu eröffnen, wird mitgeteilt.
Auch XAD meldet, die ersten offiziellen Dossiereröffnungsstellen ab Anfang 2022 gemeinsam mit Apotheken realisieren zu können. Zudem arbeitet Axsana daran, möglichst bald eine Online-Lösung für EPD-Eröffnungen anbieten zu können. Denn nur so könne "eine relevante EPD-Abdeckung in der Bevölkerung erreicht werden", wie es in der Mitteilung heisst.
Zur Erinnerung: Der Zertifizierungsprozess stellt sicher, dass die EPD-Plattform und ihre Anbieter die technischen und organisatorischen Anforderungen des EPD erfüllen, damit alle EPD-Anbieter sicher miteinander verbunden sind.
Derzeit haben 6 regionale Umsetzungsprojekte die Zertifizierung bestanden: eHealth Aargau, Südost, CARA sowie Mon Dossier Santé und eben die Associazione e-Health Ticino und die XAD-Stammgemeinschaft.
In noch laufenden Verfahren befinden sich die Stammgemeinschaften Abilis sowie die Regionen Ost und Zentral und AD Swiss. Wann sie zertifiziert sind und einen Starttermin kommunizieren können, ist noch nicht bekannt.