Avaya will die Geschäftskundensparte von Nortel

21. Juli 2009, 08:51
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Abkommen für den Verkauf der Enterprise-Solutions-Sparte für 475 Millionen Dollar unterzeichnet. Doch der Preis für den Verluste schreibenden Bereich könnte auch überboten werden.

Abkommen für den Verkauf der Enterprise-Solutions-Sparte für 475 Millionen Dollar unterzeichnet. Doch der Preis für den Verluste schreibenden Bereich könnte auch überboten werden.
Der von Insolvenz bedrohte Telekommunikationsausrüster Nortel Networks hat mit dem Konkurrenten Avaya ein Abkommen über den Verkauf seiner Enterprise-Solutions-Sparte getroffen. Gemeint sind damit Kommunikationsanlagen für Unternehmen (Telefonie, Daten). Das Verluste schreibende Geschäftssegment soll demnach für 475 Millionen Dollar den Besitzer wechseln. Das Abkommen umfasst den Verkauf aller Vermögenswerte und Anlagen der Enterprise-Solutions-Sparte weltweit sowie der Unternehmensanteile an Nortel Government Solutions sowie an DiamondWare.
Avaya wird schon seit einiger Zeit als möglicher Käufer dieser Sparte gehandelt. Ironie der Geschichte: Nortel galt vor zwei Jahren als möglicher Käufer von Avaya.
Avaya wäre Nummer zwei
Der Kauf der Sparte durch Avaya ist aber noch keineswegs sicher. Da Nortel unter Chapter, ist für diesen Verkauf ein vom Gericht überwachtes Ausschreibungsverfahren nach Paragraph 363 des US-Insolvenzrechtes notwendig, das unter dem Namen "Stalking Horse" oder "363 Sale" bekannt ist. Es besteht also die Möglichkeit eines besseren Angebots durch einen anderen Bieter. Sollte Avaya zum Zug kommen, wäre das Unternehmen nach Cisco der zweitgrösste Anbieter von Telefon-Einrichtungen bei Unternehmen.
Bereits vor einem Monat hatte der kanadische Telekom-Ausrüster seine profitable Carrier-Sparte für 650 Millionen Dollar an Nokia Siemens verkauft. Auch in diesem Fall besteht allerdings die Möglichkeit eines Verkaufs an einen anderen Bieter. Der ebenfalls kanadische BlackBerry-Hersteller RIM wäre offenbar bereit, einen höheren Preis zu zahlen. Nortel hat unlängst angekündigt, dass alle Geschäftsbereiche verkauft werden sollen. (Maurizio Minetti)

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