AWS: ECS Anywhere nun erhältlich

2. Juni 2021 um 14:43
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AWS will mit seiner Kubernetes-Alternative sein Hybrid-Cloud-Geschäft voranbringen.

Amazon Web Services (AWS) hat bekannt gegeben, dass sein neuer ECS Anywhere Service nun generell erhältlich ist. ECS Anywhere erlaubt es Kunden, den Elastic Container Service von AWS auf eigener Hardware zu betreiben, und diesen aber via die AWS-Cloud-Konsole zu managen. Dabei werden, betont AWS, nur die Informationen an das zentrale Control-Panel in der Cloud geschickt, die es zum Management der Container braucht, aber keine weiteren Daten.
ECS ist eine AWS-Alternative zu Kubernetes für das Management und die Orchestrierung von Container-Umgebungen. Mit dem Elastic Kubernetes Service (EKS) hat AWS auch eine Kubernetes-basierte Alternative auf Lager. EKS Anywhere, das Pendant zu ECS Anywhere, befindet sich gegenwärtig noch in einer Previewphase und soll später im Jahr generell erhältlich werden. Beide neuen Services wurden von AWS im Dezember 2020 erstmals angekündigt.
Übrigens: Falls jemand ECS Anywhere auf günstige Art und Weise ausprobieren will, AWS hat eine Anleitung online gestellt, die erklärt, wie man das mit vier Raspberry-Pi-Minicomputern machen kann. 
Während andere Anbieter schon lange Hybrid-Cloud-Konzepte anpreisen, hat AWS lange eher darauf gesetzt, seine Kunden von reinen Cloud-Architekturen zu überzeugen. In den letzten rund fünf Jahren hat bei AWS aber ein Umdenken stattgefunden. Schliesslich gibt es viele Applikationen, die Kunden gerne so betreiben würden, als wären sie in einer öffentlichen Cloud, die aber aufgrund von lokalen Bestimmungen oder aus Performancegründen in kundeneigenen Rechenzentren bleiben müssen. Und AWS möchte trotzdem gerne daran etwas verdienen.
Im Jahr 2016 wurde VMware Cloud für AWS lanciert, um Kunden mit VMware-Umgebungen einen Hybrid-Cloud-Betrieb schmackhaft zu machen. Ende 2018 hat der Cloudriese seine "Outposts" lanciert, von AWS verwaltete Server, auf denen Kunden vor Ort eine kleine AWS-Cloud betreiben können. Mit den beiden "Anywhere"-Services wandelt AWS nun etwas weiter auf den Spuren von Cloud-Providern wie Microsoft (Azure Arc) oder Google (Anthos), die ähnliches anbieten.

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