Berner Stadtrat sagt Ja zum zweiten RZ

5. Dezember 2014 um 08:47
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Das Berner Stadtparlament hat am Donnerstag Kredite von insgesamt 2,1 Millionen Franken für ein zweites Rechenzentrum genehmigt.

Das Berner Stadtparlament hat am Donnerstag Kredite von insgesamt 2,1 Millionen Franken für ein zweites Rechenzentrum genehmigt. Der Stadtrat nahm die vom Gemeinderat beantragten Kredite mit lediglich je zwei Gegenstimmen an. Es handelt sich um Investitionskosten von 560'000 Franken. Dazu kommt ein Kredit von rund 1,5 Millionen, mit dem die jährlichen Betriebskosten bis 2020 finanziert werden sollen.
Erst im Februar dieses Jahres hatte die Stadt Bern in Bümpliz ein neues Rechenzentrum in Betrieb genommen. Obwohl es hohe Sicherheitsanforderungen erfülle, bestehe dennoch ein Risiko für die Daten, argumentierte die Stadtregierung. Deshalb brauche es zwei vollredundante Rechenzentren.
Für das zweite Rechenzentrum will die Stadt Bern ausgebaute Räumlichkeiten bei einem privaten Dienstleister mieten und darin eigene Server und Netzwerkkomponenten betreiben (Housing). Aus der Ausschreibung ging NTS Workspace als Sieger hervor.
Obwohl die Stadt viel Geld aufwirft, waren die Kredite im Parlament kaum bestritten. Es sei gerechtfertigt, dass die Stadt in die fortschreitende Technologie investiere, waren sich die Befürworter von links bis rechts einig. Es gehe um eine Versicherungsprämie für das wichtigste Arbeitsinstrument der Stadtverwaltung.
Kritik an "Luxus-Variante"
Trotzdem waren auch vereinzelte kritische Stimmen zu hören. Es sei nicht richtig, sensible städtische Daten in externe Hände zu geben, hiess es von Linksaussen. Zudem schlage der Gemeinderat ausgerechnet die "luxuriöseste" und teuerste Variante vor.
Der Datenschutz sei jederzeit gewährleistet, unterstrich Gemeinderat Alexandre Schmidt (FDP). Der Vollbetrieb zweier Rechenzentren stelle die beste Variante dar, um Sicherheit und Verfügbarkeit der städtischen Informatik-Dienstleistungen zu garantieren. (mim)

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