Bossinfo kauft erneut zu und der Firmengründer amtet wieder als CEO

24. November 2021, 16:31
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Neu gehört der ICT-Dienstleister E-Support zum Unternehmen von Simon Boss, der nach kaum einem Jahr wieder die operative Führung übernommen hat.

Mit der Übernahme der 11-köpfigen E-Support aus Muri bei Bern will Bossinfo seine Expertise in den Bereichen Office 365, Telefonie, Data Center, Netzwerk, Security und agiles Arbeiten ergänzen. Das teilt der auf ERP und ICT-Infrastruktur sowie Collaboration spezialisierte Dienstleister mit. Nachdem zuletzt Ende 2020 die in Gümligen ansässige Advis zugekauft worden war, hat Simon Boss nun einmal mehr die unternehmerische Chance zum Wachstum ergriffen. Ein planmässiges Vorgehen, wie es ihm schon vor 2 Jahren von unserem Kolumnisten Urs Prantl attestiert wurde.
Allerdings muss Bossinfo auch den Wechsel an der Spitze der Geschäftsleitung mitteilen. Demnach hat Daniel Arnold den Chefposten schon wieder an Firmengründer Simon Boss zurückgegeben. Arnold hatte erst Anfang Jahr den CEO-Posten von Boss übernommen und ist nun nach über 13 Jahren aus dem Unternehmen ausgeschieden, wie Boss auf Anfrage bestätigt. Doch der Reihe nach.
Zur Übernahme wird mitgeteilt, dass man sich bestens ergänze und Bossinfo besonders sein seit 1998 bestehendes Geschäftsfeld ICT mit dem Spezialwissen der Experten von E-Support ausbauen könne. Man übernehmen zwar das Unternehmen von Christian Zimmerman und seine 11 Mitabeitende, doch der E-Support-Standort im Muri werde geschlossen. Da man bereits im nahen Gümligen Büros unterhalte, sei schon Mitte Januar 2022 die Züglete geplant. Zimmermann, der laut seinem Linkedin-Profil als CEO und CTO in Personalunion amtet, sieht den Verkauf für sich und seine Mitarbeitenden als "einen grossen Schritt vorwärts". Und der Bossinfo-Gründer, -Mitinhaber, -Verwaltungsratspräsident und -CEO streicht heraus, dass alle bisherigen Aktionäre von E-Support an Bossinfo beteiligt sein werden.

Das CEO-Intermezzo mit Daniel Arnold

Ende letzten Jahres schien es, als bliebe kein Stein auf dem anderen bei Bossinfo. Alte Zöpfe wolle man abschneiden, unter anderem die Geschäftsleitung deutlich verkleinern und sich nicht mehr nach Standorten, sondern nach Bereichen organisieren. Boss sagte damals, er wolle dem Management und den Mitarbeitenden eine Perspektive bieten. Es war da nur folgerichtig, für seine Nachfolge auf dem Chefposten Daniel Arnold als CEO zu designieren.
Doch Boss erwartete von dem neuen CEO offensichtlich etwas viel. Arnold habe zwar als Verkaufschef und Standortleiter hervorragende Arbeit geleistet, sei aber dann der neuen Rolle als Chef von rund 220 Mitarbeitenden nicht gewachsen gewesen, sagte er in einem kurzen Telefonat. Es ärgere ihn, dass er mit Arnold einen sehr guten Mitarbeiter verloren habe, der über 13 Jahre im Unternehmen war. Man habe sich im Guten getrennt und er "bedauere seinen Abgang sehr", so ein zerknirscht tönender Boss.
Weiter lässt er durchblicken, dass er auf Dauer nicht CEO bleiben werde. Nur wolle er die Fehler des zurückliegenden Jahres nicht wiederholen und die CEO-Position nun erst einmal neu bestimmen. Dazu müssten zunächst die Inhalte und die Aufteilung der Chef-Aufgaben neu definiert werden, so Boss weiter. Nur fehle es im Moment etwas an Zeit, zumal gerade auch die Nachfolge von Joseph Roth zu stemmen sei, der pensioniert werde und somit demnächst die Geschäftsleitung verlasse.

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