C-Level-Riege als Sicherheitsrisiko

24. Mai 2017 um 14:26
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Glaubt man einer im Auftrag von iPass durchgeführten Studie, ist die Leitungsebene von Unternehmen am stärksten der Gefahr ausgesetzt, gehackt zu werden. Die Spezialisten für mobile Kommunikation haben vom Marktforscher Vanson Bourne 500 CIOs und Entscheider aus dem IT-Bereich aus den USA, Grossbritannien, Deutschland und Frankreich nach der Sicherheitslage beim Arbeiten unterwegs befragen lassen.
Dabei gaben 40 Prozent der Befragten an, Führungskräfte wären dem Risiko, beim Arbeiten ausserhalb des Büros gehackt zu werden, am stärksten ausgesetzt. Als Hochrisikoorte nannten 42 Prozent Cafés respektive Coffee Shops, 30 Prozent das Arbeiten in Flughäfen, 16 Prozent das in Hotels und sieben Prozent haben Messezentren sowie vier Prozent Flugzeuge als solche riskanten Orte ausgemacht. Damit adressiert die Studie den Konflikt zwischen der Sicherheit und der Notwendigkeit des mobilen Arbeitens, der insbesondere Kaderleute ausgesetzt sind.
Wenig erstaunlich zeigten sich satte 93 Prozent besorgt über die Security-Problematik angesichts der wachsenden Zahl mobiler Mitarbeiter. Fast die Hälfte der Befragten sagten, sie seien sogar "sehr" besorgt. Im Vorjahr hatten das erst 36 Prozent angegeben. Es verwundert daher wohl auch nicht, wenn die Studie herausgefunden hat, dass mittlerweile 33 Prozent der Unternehmen ihren Mitarbeitern die Nutzung kostenloser öffentlicher Wi-Fi-Hotspots generell verbietet. Auch die teilweise Einschränkung der Nutzung solcher Netze hat von 62 auf 68 Prozent zugenommen.
Konkret nannten 69 Prozent das Risiko von Man-in-the-Middle-Angriffen in öffentlichen Wi-Fi-Netzen als grösstes Problem, 63 Prozent verwiesen auf mangelnde Verschlüsselung, 55 Prozent auf ungepatchte Betriebssysteme sowie 58 Prozent auf Hotspot-Spoofing als mögliche Gefahren.
Bei iPass wertet man die Ergebnisse denn auch als "düstere Wirklichkeit", der gerade C-Level-Führungskräfte ausgesetzt sind. Seien sie doch selten nur aufs Büro beschränkt, hätten aber gleichwohl uneingeschränkte Zugriffsrechte auch für sensibelste Unternehmensdaten. Wer unterwegs den Komfort von kostenlosem, schnellen Internet mit den Annehmlichkeiten eines Cafés verbinde, wäre wegen der meist laxen Sicherheitsstandards potentiell Angriffsopfer. (vri)

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