CO2-Schleuder Internet

24. September 2007 um 10:16
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Bisher glaubten wir, unser Business als Online-Zeitung sei relativ umweltfreundlich.

Bisher glaubten wir, unser Business als Online-Zeitung sei relativ umweltfreundlich. Schliesslich bedrucken wir kein Papier, das transportiert werden müsste und man findet uns, wo immer es Internet-Zugang gibt.
Ein interessanter Artikel in der deutsche Zeitung 'Die Welt' hat uns am Samstag allerdings eines Besseren belehrt. So verbraucht ein "Avatar" (virtuelle Person) im Online-Spiel Second Life pro Jahr 1'742 Kilowattstunden Strom und produziert damit 1,17 Tonnen CO2. Und die Infrastruktur des Internets produziert gemäss IDC heute bereits soviel CO2 wie der weltweite Flugverkehr.
Am erstaunlichsten aber ist die Behauptung (wir konnten die Quelle nicht verififzieren), dass eine einzige Suchanfrage bei Google soviel Strom verbraucht, wie eine Energiesparlampe in einer Stunde.
Der in dem (eher schlecht dokumentierten) Artikel propagierte Ausweg, dass Rechenzentren auf "CO2-freien" Strom aus erneuerbaren Energiequellen, z.B. Wasserkraft, ausweichen sollten, ist allerdings keiner. Denn die Stromversorgung funktioniert wie ein grosser Topf. Alle Kraftwerke, ob "schmutzig" oder "sauber" speisen Energie ein und alle Bezüger entehmen dem gleichen "Topf" Energie. (hc)

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