Cognos will Anfang des nächsten Jahres eine Client-Software für seine Business Intelligence-Lösung "Cognos 8" lancieren, die auf BlackBerrys lauffähig ist. In der zweiten Hälfte des Jahres sollen dann auch Versionen des Clients für Windows mobile und Symbian folgen, womit man dann von einem grossen Teil aller verbreiteten Smartphone-Modelle von Unterwegs auf die Unternehmensinformationen in Cognos zugreifen könnte.
Über das ungefähre Pricing für die "Cognos 8 Go! Mobile"-Clients äusserte sich der kanadische Softwarehersteller noch nicht. Das Ganze dürfte für Cognos auch noch eine Art Testballon sein – es gilt herauszufinden, ob Kunden gegenwärtig und in näherer Zukunft ein solches Feature als interessantes aber letzlich belangloses Zusatzgadget oder als wichtiges Kaufargument empfinden.
Cognos hofft natürlich eher aufs letztere. Manager sind heute schon viel unterwegs, und einige Analysten glauben, dass typische Unternehmensführer schon in wenigen Jahren rund drei Viertel ihrer Zeit ausser Haus verbringen werden. Auch in dieser Zeit, so die Überlegung von Cognos, brauchen sie Zugang zu wichtigen Unternehmensinformationen, um fundierte Entscheidungen treffen zu können.
Skeptisch stimmt, dass es schon einmal vor einigen Jahren, am Anfang des WAP-Zeitalters, eine Welle von Ankündigungen zu mobilen BI-Anwendungen gab, die aber weitgehend erfolglos blieben beziehungsweise mangels Nachfrage gar nie lanciert wurden.
Cognos-Vertreter kontern nun, dass sich die Technologie seither grundlegend verändert habe, sowohl in Bezug auf die Bandbreite als auch in Bezug auf die Leistungsfähigkeit der Endgeräte.
Die Cognos-Clients sollen im Gegensatz zu früheren mobilen Einzellösungen dem "author once and deploy anywhere"-Prinzip folgen, das heisst, es müssen nicht einzelne Reports für den Zugriff von Mobilgeräten aus extra zugeschnitten werden, sondern die neuen Clients sollen Sofort-Zugriff auf jeglichen Report und andere Informationen geben, die vom Cognos-System zur Verfügung gestellt werden. Ausserdem soll die Zweiwegkommunikation zwischen Server und Client verglichen mit Browser-basierten Lösungen deutlich schneller und die Bedienungsfreundlichkeit insgesamt höher sein. (hjm)