Cyberkriminalität in der Schweiz: E-Banking und Phishing sind die grössten Probleme

4. Mai 2009, 13:45
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Wie aus dem Halbjahresbericht der Schweizer Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani) hervorgeht, nahmen im zweiten Halbjahr 2008 die Versuche zu, Schadsoftware gegen Schweizer E-Banking-Kunden einzusetzen, um sich Login-Informationen zu beschaffen und sich danach finanziell zu bereichern. Dies geschah einerseits durch Spam-Wellen, welche auf die Sorglosigkeit der Nutzer zielten um damit "E-Banking-Trojaner" zu verbreiten. Auch das Verteilen von Trojanern mittels Drive-by-Infektionen, bei denen es reicht, eine präparierte Internetseite anzusurfen, um den Computer zu infizieren, ist eine häufig benutzte Methode.
Daneben beobachtete die Meldestelle des Bundes auch verschiedene Phishing-Versuche gegen Schweizer Internetdienstleister wie Auktionsportale und Inserateplattformen. Dort wurde mit dem Versand von E-Mails mit gefälschtem Absender versucht, die Opfer auf eine gefälschte Webseite zu locken, um so an die Logindaten der Kunden auf den jeweiligen Plattformen zu kommen.
Der Bericht warnt auch vor dem unsensiblen Umgang mit Datenmüll. Durch den Preiszerfall bei Speichermedien wie Harddisks, USB-Sticks und Speicherkarten würden Daten teilweise mehrfach auf verschiedenen Medien gespeichert. Zwar sei es sinnvoll, regelmässige Backups zu erstellen, doch sollten nicht mehr benutzte Daten regelmässig gelöscht werden, so Melani. Das sichere Löschen sei eine wichtige Grundlage für den Schutz der Privatsphäre. (bt)

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