IT-Verbund von Baden und Aarau wird erneut zum Politikum

2. September 2020 um 12:18
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An den Stadtrat von Baden ist wieder eine Anfrage eingereicht worden, ob der Vertrag der IZAB nicht aufgelöst werden soll.

Im August 2018 hatten die Einwohnerräte der Aargauer Städte Baden und Aarau beschlossen, ihre Informatikabteilungen zusammenlegen. Seither wird die Informatik-Zusammenarbeit Aarau-Baden (IZAB) immer wieder zum politischen Thema. Ende Mai 2020 hatte der Badener Stadtrat erklärt, dass er an der Kooperation festhalte und das Kostensenkungsziel erreicht werde. Das vorgegebene Ziel war es, die Informatikkosten bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode am 31. Dezember 2021 um 15% zu senken.
Nun wurde von Parlamentariern in Baden erneut eine Anfrage an den Stadtrat eingereicht. Einwohnerrat Stefan Jaecklin (FDP), der auch für die Ersatzwahl in den Stadtrat am 27. September kandidiert, hat mit seinem Parteikollegen Mischa Brandmaier einen Vorstoss lanciert. Die Anfrage trägt den Titel "IZAB Vertragsauflösung oder -Fortsetzung", wie das 'Badener Tagblatt' berichtet.
Auf eine zuvor im September 2019 eingereichte Anfrage des Einwohnerrats Gian von Planta (GLP) hatte der Stadtrat von Baden geantwortet, die Zielerreichung der IZAB werde laufend überprüft: "Sollte sich am Ende der Legislatur wider Erwarten herausstellen, dass die Zusammenarbeit sich nicht bewährt, ist auch eine Kündigung auf Ende 2023 denkbar."
Einwohnerrat Jaecklin schreibt nun in seiner Anfrage: "Für den Fortbestand des Vertrages ist es essenziell, dass Vorteile in der Zusammenarbeit erreicht werden." In der Einwohnerratsvorlage seien damals "optimierte und kostengünstigere IT-Leistungen" als Vorteile genannt worden. Er wolle, dass diese Vorteile genauer definiert werden.
Unter anderem könnte eine Verdoppelung der teilnehmenden Gemeinden per Ende 2022 ein Ziel sein, oder dass es bei den Fachapplikationen per 31. Dezember keine Doppelspurigkeiten gibt, zitiert ihn das 'Badener Tagblatt'. Jaecklin wolle wissen, welche Ziele aus Sicht des Stadtrats per Ende Legislatur erreicht sein müssen, damit eine weitere Informatik-Zusammenarbeit mit Aarau infrage komme.

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