Der Start des Elektronischen Patientendossier verzögert sich

20. Februar 2020, 15:01
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Statt im April soll das EPD erst im Sommer 2020 eingeführt werden. Die Zertifizierung erfordert laut Bundesamt für Gesundheit mehr Zeit.

Der Einführungstermin für das Elektronische Patientendossier (EPD) war ursprünglich für den 15. April 2020 geplant gewesen. Die Zertifizierung der für das EPD verantwortlichen "Stammgemeinschaften" nehme aber mehr Zeit in Anspruch als geplant, schreibt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in einer Mitteilung. 
In Zukunft soll das EPD von dezentralen "Stammgemeinschaften" oder "Gemeinschaften" angeboten werden. Diese werden vor der Aufnahme in die nationale EPD-Vernetzung zertifiziert und später regelmässig kontrolliert. In der Folge sollen sich Akutspitäler, Reha-Kliniken und stationäre Psychiatrien einer zertifizierten Stammgemeinschaft anschliessen können.
Der Aufbau der Stammgemeinschaften und der technischen Plattformen habe gut funktioniert, so das BAG. Deren Zertifizierung sowie die anschliessende Akkreditierung der Zertifizierungsstellen würden aber länger dauern. "Bis zum vorgesehenen Einführungstermin vom 15. April 2020 dürfte mindestens eine der acht Stammgemeinschaften die Zertifizierung abgeschlossen haben und im Sommer den Betrieb aufnehmen können."
Der Programmausschuss von Bund und Kantonen zum EPD hat laut Mitteilung zur Kenntnis genommen, "dass es in diesem komplexen Projekt mit seiner dezentralen Struktur zu Verzögerungen kommt". Er anerkenne, dass der Umfang des Zertifizierungsverfahrens zum Zeitpunkt der Gesetzgebung nicht genau abgeschätzt werden konnte. Der Programmausschuss erwarte aber, dass alle Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz bis im Herbst 2020 ein EPD eröffnen können.

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