Desktop-Suche: Google wirft Microsoft Wettbewerbsbehinderung vor

11. Juni 2007, 14:42
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Der Suchmaschinen-Gigant Google hat bei US-Antitrust-Behörden Beschwerde gegen die bei Windows Vista mitgelieferte Desktop-Suche des Rivalen Microsoft eingereicht.

Der Suchmaschinen-Gigant Google hat bei US-Antitrust-Behörden Beschwerde gegen die bei Windows Vista mitgelieferte Desktop-Suche des Rivalen Microsoft eingereicht. Das 'Wall Street Journal' berichtete heute, dass Google bereits im April in einem 50-seitigen Schreiben behauptet hat, dass Microsoft mit der integrierten Desktop-Suche gegen Wettbewerbsregeln verstosse. Es sei für Kunden "praktisch unmöglich", eine alternative Desktop-Suche (wohl am besten die von Google) zu installieren.
Ein Microsoft-Sprecher sagte dem 'WSJ', es sei zwar möglich, die Microsoft-Desktop-Suche auszuschalten, doch er gab zu, dass es nicht einfach ist. Google sagte, die Desktop-Suche von Microsoft verwendete zu viel Speicher, vor allem dann, wenn zwei verschiedene Such-Programme gleichzeitig installiert seien. Der Microsoft-Sprecher sagte aber, die MS-Suche benötige keine Kapazität, wenn eine andere Suche verwendet werde.
Wettbewerbsrechts-Streitigkeiten zwischen Microsoft und Google sind nicht neu. Von der Web-Suche über Online-Werbung bis zu getätigten Übernahmen (Kauf von DoubleClick durch Google) schenken sich die beiden Internet-Unternehmen nichts. Was diesen Fall betrifft, wies Microsoft alle Vorwürfe zurück. Laut einem Bericht der 'New York Times' soll der oberste Wettbewerbshüter der USA, Thomas Barnett, lokale Justizminister angeschrieben haben, um die Beschwerden Googles gegen Microsoft zu entkräften. (mim)

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