Die ersten Ultrabooks kommen

11. Oktober 2011, 07:07
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Mit immer bereiten, extrem dünnen und ausdauernden Ultrabooks wollen Intel & Co. Apple Paroli bieten und dem stagnierenden Notebook-Markt wieder Leben einhauchen. Acer und Asus machen im Oktober 2011 den Anfang. Toshiba und Lenovo folgen im November.

Mit immer bereiten, extrem dünnen und ausdauernden Ultrabooks wollen Intel & Co. Apple Paroli bieten und dem stagnierenden Notebook-Markt wieder Leben einhauchen. Acer und Asus machen im Oktober 2011 den Anfang. Toshiba und Lenovo folgen im November.
In Taiwan spricht derzeit alle Welt von der "Hou Jiabosi Shidai", der Ära nach Steve Jobs. Eingeläutet werden soll diese unter anderem von Intels Idee der Ultrabooks, ultraschlanken, immer bereiten Laptops mit extrem hoher Akkulaufzeit für unter 1000 Dollar als Antwort darauf, dass Apple mit dem iPad und dem MacBook Air den anderen Herstellern immer mehr die Luft abzudrücken scheint.
Acer hat am Vortag mit dem Aspire S3 für 899 Dollar das erste Ultabook auf den Markt gebracht. Asus (Asustek) wird heute (oder morgen nach chinesischer Zeit) die UX-Serie lancieren und diese jüngsten Meldungen nach voraussichtlich in "Zenbook" umbenennen, um sich gegen die Konkurrenz abzusetzen. Der Preis der Serie mit 11,6- und 13,6-Zoll-Displays fängt zwar bei 799 Dollar Euro an, geht aber laut der chinesischsprachigen 'Economic Daily News' (Jingji Ribao) bis hoch zu 1999 Dollar, womit Asusteks Ultrabooks nach oben hin sogar den Preisrahmen des MacBook Air sprengen, denn der liegt zwischen 999 und 1599 Dollar.
Acer und Asus
Zunächst zum Acer Aspire S3: Das S3 im Alu-Magnesium-Gehäuse kommt laut technischen Hersteller-Spezifikationen auf Amazon.de mit einem 13,3-Zoll-Display und ist mit 1,33 bis 1,35 kg ähnlich schwer wie das neue MacBook Air, die Bauhöhe ist mit 1,75 zu 1,7 mm etwas grösser. Bei 'CNET' finden sich dafür aber ganz andere Angaben, demnach ist das S3 nur 0,51 Zoll (rund 1,29 cm) dünn, das MacBook Air (MBA) dagegen 0,68 Zoll (1,72 cm).
Die Bildschirmauflösung des S3 liegt bei 1.366 x 768 Pixel (gegen 1.400 x 900 vom MBA). Beide Geräte bauen auf Intels ULV-Prozessor Core i5 mit 1,66 GHz, auch wenn Apple die Taktrate mit 1,7 GHz angibt. Während Acer beim S3 beim Massenspeicher sich für Hybrid-Design (20 GB SSD und 320 GB HHD) entschieden hat, verfügt das MBA für 1299 Dollar über 128 GB SSD und hat daher laut 'CNET' in der Akkulaufzeit mit bis zu 7 gegen 6 Stunden auch den etwas längeren Atem. Was das Magazin vermisst, bei dem Preis von unter 900 Dollar aber verzeihlich findet, ist USB 3.0. Günstiger oder praktisch für umsonst wird die neue superschnelle USB-Schnittstelle für die Hersteller erst 2012, wenn Intel sie, wie angekündigt, in "Ivy Bridge" integriert.
Bemerkenswert findet 'CNET', dass Acers S3 dank Instant-on und der 20GB SSD in nur 2 Sekunden wieder "wachgeküsst" wird oder 6 Sekunden, wenn er nach längerer Ruhephase in den Tiefschlafmodus gefallen ist. Das Gerät wird noch diese Woche in Nordamerika in den Handel kommen. Ebenso das Zenbook, das Asus heute und morgen feierlich in New York und Taipei enthüllen wird.
Auf der Computex Taipei 2011 Anfang Juni hat Asus mit dem UX31 zusammen mit Intel schon ein Ultrabook gezeigt. In letzter Zeit kamen erste Gerüchte auf, dass die UX getaufte Serie in Zenbook umbenannt wird, um an den mittlerweile verblassten Erfolg der Eee PC anzuknüpfen. Die Modelle UX21 und UX31 kommen wie gesagt mit Bilddiagonalen von 11,6 und 13,3 Zoll und sollen zwischen 799 und 1999 Dollar kosten, womit die Geräte preislich teilweise weit über die von Intel vorgegebene Ziellinie von 1000 Dollar hinausschiessen dürften.
Lenovo, HP, Dell...
Etwas darüber liegt auch das von Lenovo für November angekündigte IdeaPad U300s mit 13,3-Zoll-Display, das 1199 Dollar kosten soll. Toshiba hat auf der IFA 2011 in Berlin schon das Ultrabook Z830 vorgestellt, das voraussichtlich ebenfalls erst im November erscheint und mit 1000 Dollar genau Intels Zielmarke treffen soll. Von HP ist zwar die Display-Grösse von 13,3 Zoll schon bekannt, aber noch nichts über den Preis. So wie Dell wird der Hersteller voraussichtlich erst Anfang 2012 mit Ultrabooks an den Start gehen. Toshiba ist der einzige der genannten Anbieter, der die Geräte selbst produziert. Wenn man Pegatron noch als Asustek-Tochter und nicht als eigenständiges Unternehmen begreift, sollte man auch die Marke Asus hinzufügen.
Acer und HP lassen die Ultrabooks von Acers Ex-Produktionstochter Wistron fertigen, der chinesische PC-Riese Lenovo von Compal Electronics, dem zweitgrössten Notebook-Auftragsfertiger nach Quanta Computer. Komisch, wo bleibt der eigentlich bei den Ultrabooks? Schliesslich war der Hersteller als Produktionspartner des von dem MIT-Professor Nicholas Negroponte 2005 ins Leben gerufenen "One Laptop per Child"-Projekts der eigentliche Mit-Initiator für den späteren Netbook-Boom, auch wenn die Geräte damals noch nicht so genannt wurden und Asus dafür mit dem Eee PC später die Lorbeeren erntete. (Klaus Hauptfleisch)

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