Die Ideen von #VersusVirus

7. April 2020, 13:26
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Am Hackathon wurden über 260 Lösungen gegen Corona entwickelt. Vom Tool, um Fake-News zu entlarven, bis zur Plattform für geistige Gesundheit in der Isolation.

Rund 4500 Personen haben sich am virtuellen Hackathon #VersusVirus ins Zeug gelegt, um Ideen und Lösungen für den Umgang mit dem Coronavirus zu entwickeln. Schliesslich sind 265 Projekte eingereicht worden. Die Veranstalter haben keinen Sieger gekürt, aber 42 Projekte ausgewählt, die sie besonders hervorheben möchten.
Die Projekte sind noch in der Präsentationsphase. Eine Auswahl der "Gewinner":
Mit "Check The Fact" hat ein Team eine Plattform entwickelt, mit der man Fake-News soll entlarven können. Dazu könne man Nachrichten oder Links in ein Fenster eingeben. Diese sollen in Echtzeit mit verlässlichen Quellen abgeglichen werden, um zu eruieren, ob die Nachricht wahrheitsgetreu ist. Zudem könne man auf der Plattform selbst Fake-News melden, die dann in die Datenbank fliessen.
Ein Team hat mit "LocalHero.Swiss" eine Applikation entwickelt, um freiwillige Helfer und Risikogruppen zusammen zu bringen. Einen ähnlichen Weg geht "Elsa hilft digital", überwindet aber die Schranke der App. Über ein zentralisiertes System könnten Mitarbeiter einer Hotline Bestellungen automatisch an eine Plattform von Freiwilligen schicken, die über den Messenger Telegram für alle zugänglich sei, so die Entwickler.
In den Dienst der geistigen Gesundheit stellt sich "Remotely United". Es handelt sich dabei um eine Plattform, auf der grundlegende Ratschläge zur Verfügung stehen sollen, um das tägliche Leben zu verbessern. Zudem sollen kuratierte Listen mit Ressourcen auf der Plattform zu finden sein.
Der "ICUCH - Capacity Tracer" soll in Echtzeit die Verfügbarkeit von Intensivbetten in Schweizer Spitälern anzeigen. Die Anwendung helfe dem medizinischen Personal, Engpässe zu erkennen und freie Kapazitäten so früh wie möglich zu prognostizieren, wirbt das Entwickler-Team.
Ein "Open Education Server" soll Lehrern die Möglichkeit geben Lernmaterialien, Übungen, Aufgaben und Stunden zu erstellen. Zu diesen könnten Kinder hinzugefügt werden, Eltern hätten die Möglichkeit, Statistiken zu ihren Kindern anzuschauen, eine Besprechung mit den Lehrpersonen zu beantragen oder den Stundenplan einzusehen.
Inside-it.ch-Kolumnist Christian Laux hat zusammen mit dem Anwalt Martin Steiger, dem ETH-Informatiker André Golliez sowie hochrangigen Beamten ebenfalls ein Projekt eingereicht. Sein Team hat ein Gouvernanzmodell für ein digitales Tracing- und Alarmierungssystem entwickelt.
Zu den Organisatoren von #VersusVirus gehörten unter anderem Impact Hub Switzerland, Panter AG, Powercoders, Opendata.ch, die Gebert Rüf Stiftung, Digitalswitzerland, Staatslabor, Swisscom, GEN Switzerland, ETH-Unternehmerclub und Foraus.
Sämtliche ProjekteSämtliche Projekte finden sich auf der Plattform Devpost.

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