Die Universität Zürich (UZH) migriert die Mails und Kalender ihrer Anwender von HCL Notes auf Microsoft 365. Dies geht aus einem Zuschlag auf der Ausschreibungsplattform Simap hervor. Der Auftrag über knapp eine Million Franken ging an UMB, der sich gegen einen Mitbewerber durchsetzen konnte. Der IT-Dienstleister soll die Migration nun bis Ende Juni 2022 abschliessen, wie den Ausschreibungsunterlagen zu entnehmen ist.
Derzeit wird an der UZH die Mail- und Applikationslandschaft im hauseigenen Rechenzentrum auf Basis von HCL Notes betrieben. Von den etwa 50'000 Anwendern der Universität nutzten nur etwa 3500 den Notes Standard Client, heisst es in den Unterlagen. Migriert werden nun die persönlichen Mailboxen der genau 50'755 User mit einem Volumen von rund 49,7 Terabyte. Dazu kommen Mail-In Datenbanken und weitere kleinere Datenbanken mit Ressourcen.
Der Entscheid für den Wechsel auf Microsoft fiel letztes Jahr. Damals erarbeitete sich die Uni Zürich eine Collaboration- und Kommunikationsstrategie, in der ausschliesslich Microsoft-Angebote berücksichtigt werden. Davon erhoffe man sich Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit, Senkung von Aufwand und Kosten sowie verbesserte Integration der Lösungen, heisst es auf Anfrage von der Universität. Nach Mail und Kalender werden in einer zweiten Ausschreibung die übrigen Bereiche abgelöst.
Die UZH ist mit rund 28'000 Studierenden und 9500 Mitarbeitenden die grösste Universität der Schweiz. HCL und Partner dürften damit einen prestigeträchtigen Notes-Kunden verlieren. Der indische IT-Konzern hatte die Groupware- und Software-Entwicklungsplattform Notes und Domino Ende 2018 von IBM gekauft.