Xerox feiert 70 Jahre Xerographie und präsentiert unter anderem den ersten Kopierer, der den Weg in die Schweiz fand.
Mit der elektrophotographischen Kopie des Schriftzugs "10-22-38 ASTORIA" wurde am 22. Oktober 1938 in New York das Xerographie-Verfahren ins Leben gerufen. Siebzig Jahre später erinnert der Kopierer- und Druckerhersteller Xerox mit einer Veranstaltung im Berner Zentrum Paul Klee daran, dass Chester Carlson durch seine Erfindung die Grundlage eines ganzen Wirtschaftszweiges legte. Das von ihm zunächst Elektrophotographie genannte Verfahren bildet noch heute die Basis jedes Digitaldruckers, Kopierers oder Faxgerätes.
Die in den frühen Sechzigern aus der 1906 gegründeten The Haloid Company hervorgegangene Xerox Corporation setzt mittlerweile über 17 Milliarden Dollar um und beschäftigt in 160 Ländern fast 60'000 Personen. Von Xerographie leiteten die Firmengründer den Namen Xerox ab, der - ähnlich wie etwa Kodak - weltweit gleich ausgesprochen wird. Möglicherweise wäre die Geschichte ganz anders verlaufen, hätten Unternehmen wie Remington Road, General Electric oder IBM Interesse an Carlsons Erfindung gehabt. Doch der Physiker und Patentanwalt konnte die Firmen mit seiner Idee nicht überzeugen.
Der erste xerographische Kopierer wurde 1949 vorgestellt. 15 Jahre später, als die hiesige Niederlassung gegründet wurde, kamen die ersten Kopierer in die Schweiz. Gestern präsentierte Xerox in Bern unter anderem den Fotokopierer 1385 und damit das älteste Xerox-Gerät, das es in der Schweiz gibt. Das Modell 1385 war in der Schweiz bis Ende der siebziger Jahre im Einsatz, erklärt der Fachmann von Xerox. Noch heute kann man damit Fotokopien erstellen, jedoch sind keine neuen Selenplatten mehr erhältlich. (Maurizio Minetti)