E-Banking-Probleme: LUKB auf der Suche nach den Schuldigen

10. November 2017, 14:17
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Läuft das E-Banking der Luzerner Kantonalbank wieder? Und wer oder was war für die Störungen verantwortlich?

Läuft das E-Banking der Luzerner Kantonalbank wieder? Und wer oder was war für die Störungen verantwortlich?
Die Vermutung, dass die seit Mitte Oktober bestehenden Probleme des E-Bankings der Luzerner Kantonalbank auf die Portal-Software Liferay zurückgehen, haben sich laut LUKB bestätigt. Es seien im Zusammenspiel der Komponenten dreier Standardprodukte im Session Handling von Liferay Probleme aufgetaucht. "Weil hier Security-Fragen tangiert sind, können wir keine weiteren Details nennen", schreibt Kommunikationsleiter Daniel von Arx auf Nachfrage an inside-it.ch.
Bei der LUKB dürfte die Frage nach dem Schuldigen im Gange sein. Auf die Frage, wer Liferay implementiert hat, antwortet von Arx: "Die Implementation erfolgte im Rahmen einer internen LUKB-Projektorganisation in Zusammenarbeit mit Ti&m, Avaloq, Swisscom, Ergon und weiteren spezialisierten Partnern." Man mache keine Angaben zu internen Projektstrukturen teilt seine Kollegin Ursi Ineichen auf Nachfrage mit.
Boris Lukic, Pressesprecher des Softwarehauses Ti&m, das Liferay in seinem Portfolio führt, teilt auf Anfrage mit: "Die Bank hat in Eigenregie oder mit Dritten neue Standard-Software-Releases eingespielt, was vermutlich Seiteneffekte auf das E-Banking von Avaloq hatte. Ti&m ist auf Bitte von LUKB nach diesem Vorfall um Support angegangen worden und hat zusammen mit LUKB und weiteren Partnern einen Workaround erstellt, dieser wurde bereits live geschaltet."
Die Fehler, seien nach einem Update vom 14. und 15. Oktober aufgetreten und stünden in keinem Zusammenhang mit den Problemen, die Ende letztes Jahr das E-Banking der LUKB betroffen hatten, so von Arx. Nachdem man die Probleme zur Kenntnis genommen habe, habe man ein Debugging aufgebaut und Log-Analysen vorgenommen. Die einzelnen Sessionprobleme hätten danach in einer zusätzlich erstellten Systemumgebung teilweise nachvollzogen werden können. Nach der Identifikation des Fehlers habe man einen Patch in einer Testumgebung aufgespielt und getestet – so hätten unter anderem rund 500 LUKB-Mitarbeiter zeitgleich einen Belastungstest durchgeführt. Die Resultate seien positiv ausgefallen.
In der Nacht von gestern auf heute hat nun die LUKB ein Update eingespielt, das die Probleme behoben haben sollte. Um Viertel vor Zehn heute Morgen schreibt von Arx: "Nach heutigem Wissensstand steht das E-Banking unseren Kunden nun wieder in der gewünschten Qualität zur Verfügung." (ts)

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