Ehrlich! Microsofts Online-Office wird gratis. Wirklich.

7. September 2009 um 15:19
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Wenigstens für Privatkunden. Microsoft hofft auf Einnahmen durch eingeblendete Werbung.

Wenigstens für Privatkunden. Microsoft hofft auf Einnahmen durch eingeblendete Werbung.
Offensichtlich geht die Begriffskombination "Microsoft" und "kostenlos" – sie scheint wohl einfach irgendwie unnatürlich - nicht so recht in die Köpfe. Microsoft hat es schon vor einem Jahr angekündigt Von Office 2010, der unrsprünglich unter dem Namen Office 14 entwickelten neuen Version der Microsoft'schen Bürosuite, wird es auch Online-Versionen geben, darunter eine eingeschränkte Version für Privatanwender, die nichts kostet, aber bei der Werbung eingeblendet wird. Es ist so. Man kann es nun glauben.
Seit gestern rauscht die Meldung wieder als Neuigkeit durch die Online-Medien, hauptsächlich im deutschsprachigen Raum. Anlass dafür ist ein Interview mit Microsoft-Deutschland-Chef Achim Berg im 'Tagesspiegel', in dem er die Information in einem Nebensatz wiederholte. Bezeichnenderweise meinte er zwei Sätze vorher auf die Frage, ob Microsoft aufgrund der Konkurrenz durch Google Docs und ähnliche Angebote seine Produkte bald auch verschenken müsse: "Das ist ein schlechtes Geschäftsmodell."
Balanceakt für Microsoft
Nichtsdestotrotz führt Microsoft dieses "schlechte Geschäftsmodell" nun auch mehr ein. Google finanziert seinen "Text & Tabellen"-Service allerdings nicht direkt durch eingeblendete Werbung und macht auch keine Benutzungseinschränkungen für kommerzielle Zwecke. Unternehmen müssen nur bezahlen, wenn sie die erweiterten Funktionen und besseren Service Levels von Google Apps nützen wollen.
Interessant beim Konkurrenzangebot von Microsoft wird sein, wie aufdringlich die Werbung und wie eingeschränkt die Funktionen der Gratis-Online-Bürosuite tatsächlich sein werden. Vor einem Jahr erklärte Microsoft, dass die wichtigsten Office-Programme Word, Excel, PowerPoint und OneNote eingeschlossen sein werden, Berg redete nun von "einfachen Diensten." Je näher die Gratisversion an der normalen Client-Version sein wird, desto eher wird Microsoft User gewinnen, die vom Arbeitsplatz her an Office gewöhnt sind, gefährdet damit aber auch gleichzeitig die Einnahmen durch den Verkauf seiner Bürosuite im Privatkundenbereich. (Hans Jörg Maron)

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