Endlich: Alcatel-Lucent ist profitabel

30. Juli 2009, 12:07
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Der Telekom-Ausrüster meldet gute Signale aus Asien und USA. Europäisches Geschäft leidet weiterhin.

Der Telekom-Ausrüster meldet gute Signale aus Asien und USA. Europäisches Geschäft leidet weiterhin.
Fast drei Jahre seit der Fusion hat es der französisch-amerikanische Telekommunikationsausrüster Alcatel-Lucent im zweiten Quartal überraschend in die schwarzen Zahlen geschafft. Der Nettogewinn betrug 14 Millionen Euro, verglichen mit einem Riesenverlust von 1,1 Milliarden Euro in der gleichen Periode des Vorjahres. Der kleine Gewinn ist unter anderem auf den Verkauf der Thales-Beteiligung an Dassault für 1,6 Milliarden Euro zurückzuführen. Operativ resultierte weiterhin ein Minus von 130 Millionen Euro. Beim Umsatz gab es einen Rückgang um 4,8 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro.
Geographisch gesehen gab es nur in Asien ein Wachstum, und zwar dank den aufstrebenden Märkten China und Indien. In Europa gab es einen zweistelligen Umsatzrückgang. In Nordamerika war der Umsatz, währungsbereinigt, stabil.
Alcatel-Lucent geht weiterhin davon aus, dass der globale Markt für Telekom-Ausrüstungen zwischen 8 und 12 Prozent sinken wird. Das Unternehmen erwartet für das laufende Jahr auf operativer Ebene ein ausgeglichenes Ergebnis. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen weiterhin Stellen abgebaut werden.
Analog der angekündigten Zusammenarbeit mit HP sind zudem weitere sogenannte Co-Sourcing-Projekte in Diskussion. Dies vor allem für Teile von Alcatel-Lucent, die nicht zum Kerngeschäft gehören. Aber auch die Überprüfung und Rationalisierung des Produkteportfolios wird weitergehen. Das Unternehmen will sich auf die Bereiche LTE, optische Netzwerke (FTTH), IP Transformation und Managed Services konzentrieren.
Bis Ende Jahr will Alcatel-Lucent die Kosten um 750 Millionen Euro senken. Rund ein Drittel dieser Kosten konnten bereits eliminiert werden. (Maurizio Minetti)

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