ETH-Spinoff bietet seine Aktien über Blockchain-basierten "Automaten" an

20. September 2019, 10:35
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Das Zuger Fintech Alethena hat seinen "Aktienautomaten", der den Handel mit Aktien vereinfachen soll, für den ersten Kunden lanciert.

Das Zuger Fintech Alethena hat seinen "Aktienautomaten", der den Handel mit Aktien vereinfachen soll, für den ersten Kunden lanciert. Dabei handelt es sich um eine Software, die auf der Ethereum-Blockchain basiert und beispielsweise in Websites integriert werden kann. Die Lösung werde ab sofort vom ETH-Spinoff Quitt.ch auf dessen Website eingesetzt, teilt Alethena mit.
So könne man Quitt-Aktien innert Sekunden ohne Bank oder Papier direkt von der Firma für Haushaltsdienste beziehen und auch wieder an Quitt.ch zurückverkaufen. "Eine Ausführung von Aufträgen und Übertragung von Aktien innerhalb weniger Minuten, sowie Transaktionskosten von unter 15 Rappen schaffen deutliche Effizienzgewinne zum herkömmlichen over-the-counter Handel", verspricht Alethena.
Firmen sollen auf diese Weise einfacher Investoren finden, aber etwa auch ihre Mitarbeiter und Stakeholder ohne grosse Umstände an der Firma beteiligen. Zudem würden Smart Contracts die Durchsetzung von Aktionärsbindungsverträgen und anderen Vereinbarungen zwischen Aktionären erleichtern. Die Krypto-Aktien, also tokenisierte Aktien, hätten den Vorteil, dass sie unter der alleinigen und nachweislichen Kontrolle des Inhabers stehen, preist Alethena einen weiteren Vorteil.
Das Zuger Fintech hat selbst im März Geld gesammelt, indem es einen Teil seiner Aktien über den hauseigenen Automaten unter die Leute brachte. Das Unternehmen ist indes längst nicht der einzige Player mit der Idee: So arbeitet hierzulande Six schon länger an der digitalen Börse "Digital Exchange (SDX)". Sie soll auf der Corda-Plattform basieren. Auch die Swisscom und MME haben ein Joint Venture gegründet, um ein blockchainbasiertes Aktienregister zu entwickeln, das Kosten senken und den Zugang zu Investoren vereinfachen soll.
Und es tummeln sich weitere Fische im Teich. Das vermutete Potential ist schliesslich riesig. So schreibt Markus Hartmann, Mitgründer von Alethea, in einem Blogbeitrag: "In der Schweiz sind von mehr als 100'000 Aktiengesellschaften gerade einmal 230 im Swiss Performance Index börsengelistet und weisen entsprechende Handelsmöglichkeiten und Liquidität auf." (ts)

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