Extreme Networks auf Expansionskurs

16. Mai 2017 um 14:32
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Über Zukäufe will der Spezialist für Netzwerklösungen, Extreme Networks, "mindestens Nummer drei im Enterprise-Netzwerk-Markt" werden.

Über Zukäufe will der Spezialist für Netzwerklösungen, Extreme Networks, "mindestens Nummer drei im Enterprise-Netzwerk-Markt" werden. Das sagte Olaf Hagemann, Director bei Extreme Networks für die DACH-Region, soeben im Gespräch mit 'Golem'. Der vergleichsweise kleine Hersteller starte den Versuch, zu Branchengrössen wie HP und Cisco aufzuschliessen. Am Ende solle ein Jahresumsatz von über eine Milliarde Dollar für mehr Aufmerksamkeit bei Medien und Analysten sorgen und potentiellen Kunden bessere Verkaufsargumente für dem Abschied von den grossen Konkurrenten liefern, erklärte Hagemann.
Ob das gelingt, wird sich schon bald entscheiden. Denn Extreme Networks plane Teile von Avaya und Broadcom respektive Brocade zu kaufen, wie Hagemann mit Berufung auf eine Ankündigung des Managements weiter ausführte. Avaya leidet unter einer Schuldenlast von rund 6,3 Milliarden Dollar und musste im Januar Insolvenz nach Chapter 11 anmelden. Laut dem DACH-Chef hat Extreme Networks eine Absichtserklärung zum Kauf der Netzwerksparte von Avaya abgegeben: Man sei derzeit wahrscheinlich der einzige Bieter und der Kauf könne, wenn am 18. Mai die Aktionsfrist abläuft, schon zum 1. Juli erfolgen.
Ähnlich sehe die Situation bei Broadcom aus. Der Chiphersteller hat letzten November angekündigt, den Netzwerkausrüster Brocade Communications Systems zu übernehmen. Auch dieser Verkauf könnte im Juli 2017 erfolgen und ein Teil an Extreme Networks weiterverkauft werden, schreibt 'Golem'. Wobei "Broadcom nur den Fiber-Channel-Teil von Brocade haben will, und hier vor allem die Patente und die Fiber-Channel-Chips", führte Hagemann aus. Den Data-Center-Teil von Brocade habe man Extreme Networks angeboten. (vri)

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