Im April wurde bekannt, dass der japanische Hersteller Toshiba seine Bücher nicht ganz korrekt geführt hat. Im Mai veranlasste das Unternehmen eine unabhängige Untersuchung, wie damals aus verschiedenen Medienmitteilungen hervorging. Eine Prüfung durch externe Gutachter hat gezeigt, dass das Unternehmen seinen Gewinn zu hoch ausgewiesen hat.
Ebenfalls noch im Mai sagte das Unternehmen, dass die Gewinne in den Jahren 2011 und 2013 um eine halbe Milliarde US-Dollar oder mehr nach unten korrigiert werden müssen. Die Untersuchungen waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen und wurden anschliessend ausgeweitet.
Toshiba muss mehrere Milliarden abschreiben
Wie
'Reuters' heute mit Berufung auf Insider berichtet, erwartet das Unternehmen einen bedeutend höheren Abschreiber, als zunächst angenommen: 2,4 bis 3,2 Milliarden Dollar zu viel seien in den vergangenen Jahren als Gewinn ausgewiesen worden.
Das Jahresergebnis des vergangenen Geschäftsjahres, das im März endete konnte das Unternehmen aufgrund der laufenden Untersuchungen noch nicht vorlegen. Der Geschäftsabschluss wird im August erwartet.
Toshiba-CEO tritt zurück
Aufgrund des Finanzskandals wird CEO Hisao Tanaka im September zurücktreten, wie ebenfalls
'Reuters' heute mit Berufung auf Insider meldet. Ausserdem erwarte man den Rücktritt von weiteren Geschäftsleitungsmitgliedern. Bis zur Hälfte des Top-Managements könnte gemäss den Informationen abtreten.
Die Rolle der Geschäftsleitung bei den Unregelmässigkeiten in der Buchführung werde derzeit ebenfalls untersucht. Wie ' Reuters' schreibt, habe der Konzern zu ambitionierte Ziele vorgegeben. Der so entstandene Druck könnte das Management dazu veranlasst haben, die Gewinne zu hoch und die Kosten zu tief auszuweisen. (kjo)